Samstagsabends sind Luftangriffe auf die libysche Hauptstadt Tripolis geflogen worden. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP und Einwohner von Tripolis berichteten vom Dröhnen der Flugzeuge über der Stadt und lauten Explosionen. Die genauen Ziele der Angriffe waren zunächst unklar.

Vor drei Wochen General Khalifa Haftar den Marsch auf Tripolis befohlen. Die meisten Gefechte finden am Boden statt, gelegentlich gibt es aber auch Luftangriffe. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO wurden bei den Kämpfen bisher rund 280 Menschen getötet und mehr als 1.300 verletzt.

Seit der Militärintervention der NATO in Libyen und dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 herrscht in dem nordafrikanischen Land Chaos. Die Regierung in Tripolis ist schwach und hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle.