Bei der Parlamentswahl in Spanien ist der von vielen erhoffte rechte Durchmarsch ausgeblieben.

 

Die neue rechtspopulistische Partei Vox zog zwar mit 24 Abgeordneten erstmals ins Parlament in Madrid ein.

Die stärkste Partei bleibt die sozialistische Arbeiterpartei PSOE von Ministerpräsident Sanchez, die 29 Prozent erzielte. Er konnte 38 Sitze im Vergleich zu den letzten Wahlen im Jahr 2016 gewinnen.

Großer Wahlverlierer ist die konservative Volkspartei (PP): sie stellt mit 66 Sitzen zwar die zweitstärkste Kraft im Parlament, verlor aber mehr als die Hälfte ihrer Mandate. Das Mitte-rechts-Bündnis Ciudadanos (Bürger) konnte dagegen kräftig zulegen und gewann 57 Sitze. Die links-alternative Podemos hat künftig 42 Sitze.

Die erst 2013 gegründete Vox forderte im Wahlkampf die sofortige Abschiebung aller illegalen Migranten. Ihr Ziel sei auch eine Abschottung der spanischen Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla im Trump-Stil mit einer Mauer von Marokko. „Espana lo Primero“ (Spanien zuerst) lautet das Motto der Partei in Anlehnung an Trumps „America First“.

Mit dem Wahlergebnis vom Sonntag droht Spanien erneut eine komplizierte Pattsituation, wie es sie bereits 2016 gab. Zum Zünglein an der Waage könnten bei den künftigen Regierungsverhandlungen womöglich nationalistische Parteien aus dem Baskenland oder Katalonien werden.

 

 

Zuerst!

Метки по теме: ; ;