Auch in Russland kam es wie in Deutschland auch zu Protesten anlässlich des Maifeiertages (1. Mai — Tag der Arbeit). Dabei kam auch Polizei und Miliz besonders in St. Petersburg zum Einsatz, die wieder Demonstranten weggetragen hat, deren Veranstaltung beendet oder von vorneherein nicht zugelassen wurde. 

 

Was genau die Opposition in Russland eigentlich will, lässt sich nicht in ein paar pauschalisierenden Sätzen erklären. Einige sind mit der empfundenen Ungerechtigkeit nicht einverstanden. Andere haben sich westlichen Organisationen angeschlossen, die den Protest medial, finanziell oder mit Kreativität unterstützt.

Doch so groß oder klein man sie empfinden mag. Solche Bilder wie das untere, zeigt man in westlichen Medien gerne, während man gleichzeitig Bilder nicht zeigt, die aus Paris, Marseille und anderen Städten stammen. Dort sieht man eher selten, dass die Polizei die Protestler (Gelbe Westen, Schwarzer Block) brutal zusammenschlägt, gar bis zur Behinderung und Arbeitsunfähigkeit.

Größere Protestbewegungen gibt es in Russland seit mehr als zehn Jahren. Viele in der Opposition sind aber auch russische Patrioten, die wenig mit dem NATO- und Demokraten-Gesülze aus dem freien Westen anfangen können. Deswegen mag es vielleicht auch falsch sein, dass man jeden verhafteten, wegetragenen oder in sonstiger Weise gestörten Demonstranten der Opposition immer gleich mit den westlichen NGOs wie Open Society, Heinrich Böll-Stiftung oder dem Oligarchen-Club Open Russia, der von Michail Chodorkowski finanziert wird, gleichsetzen.

Aber dennoch saugen die westlichen Medien gerne jeden Vorfall auf den Straßen von St. Petersburg auf, um entweder von ihren eigenen Problemen abzulenken, oder um ihr Propagada-Getue mit Bildern zu schmücken. Bilder von Schwerverletzten Demonstranten sieht man nicht. In westlichen Medien sieht man auch keine Bilder von solchen Schwerverletzen Frauen aus Frankreich.

Solche Bilder sind schockierend und wären für westliche Schreiberlinge ein gefundenes Fressen. Doch (aus deren Sicht) leider ist es nicht aus St. Petersburg, sondern aus Frankreich, wo die Anti-Macron-Opposition böse ist, russische Medien die Proteste dort angeblich aufbauschen, und zuletzt die arme Polizei gegen die bösen Demonstranten nur vorgehen kann, indem sie Gummigeschosse abfeuern, jungen Frauen den Schädel eintreten oder Rollstuhlfahrer aus dem Rollstuhl prügeln.

Ironischerweise sieht sich auch die Opposition in St. Petersburg oder anderswo in Russland nur an bestimmten Tagen (23. Februar, 8. März oder der 1. Mai halt) veranlasst zu protestieren. In Frankreich gehen die Gelbwesten schon über ein halbes Jahr jedes Wochenende auf die Straße, wo Tränengas-Panzer, Gummigeschosse, Knüppel und Maschinengewehre auf sie warten. Und das alles wegen einem Rothschild-Jünger, der plötzlich Präsident wurde und für die erstaunten westlichen Lügenmedien ein «Wunder» geschafft hat. Doch man zieht es vor über ein paar pro-westliche Wanderhuren zu schreiben, die dann von der Polizei von A nach B getragen werden. In intellektueller Selbstmasturbation wird dann das Putin-System kritisiert.