Der IS* ist in den Hauptregionen Syriens und des Irak besiegt und nutzt neue Möglichkeiten für ihre Aktivitäten.

Jetzt tauchte sogar der totgeglaubte Chef der Terrororganisation, Abu Bakr al-Baghdadi, wieder auf.

Mit brutaler Gewalt rief sich der IS* erst kürzlich wieder mit den verheerenden Anschlägen auf Sri Lanka in Erinnerung, die er für sich reklamiert. Darüber hinaus sind IS-Kämpfer* massenhaft in den mehrheitlich sunnitischen Gebieten des Irak untergetaucht und wenden dort wieder dieselbe Strategie an wie vor 2014: kleine Gruppen planen und verüben Anschläge und schaffen damit Unsicherheit.

Auch in Syrien fordern IS-Anschläge regelmäßig Opfer. Tausende IS-Kämpfer* haben sich außerdem ins Ausland abgesetzt und sind dort nach wie vor eine Bedrohung: in Afghanistan hält die Terrormiliz einige Gebiete, vor allem das Tora-Bora-Höhlensystem, in dem sich bereits Osama bin Laden versteckt hatte. Mehr als 2000 IS-Kämpfer vermuten die US-Streitkräfte am Hindukusch, Tendenz steigend.

Darüber hinaus hat der IS* starke Anhänger, insbesondere auf den Philippinen und in Malaysia. Auf der Insel Mindanao im Süden der Philippinen kämpfen Regierungstruppen seit Jahren aktiv mit den Verbündeten des islamischen Staates, und Ende Januar sprengten Islamisten eine Bombe in der katholischen Kirche. Nur mit großen Anstrengungen konnte die Armee die Stadt Maravi mit 400.000 Einwohnern 2017 von den Dschihadisten befreien.

Nach wie vor ist der IS* in der Lage, in das Machtvakuum eines instabilen Staates einzudringen – etwa im Jemen oder in Libyen: immer wieder erschüttern Anschläge im Zeichen der schwarzen Flagge diese Länder. Feste Bastionen hat die Terrororganisation außerdem noch auf der Halbinsel Sinai und im Norden Nigerias.

 

* — Organisation, die in Russland verboten ist.

 

Zuerst!

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