Sicherheitskräfte des Irak und Syriens führen eine gemeinsame Operation gegen Kämpfer der in der Russischen Föderation verbotenen Terroristenorganisation Islamischer Staat (früher ISIS, kurz IS, auch Daesh) im Bereich der Grenze zwischen den Staaten durch. Das berichten Kriegskorrespondenten vor Ort.

Im April 2019 nahmen die Aktivitäten von IS-Kämpfern in der Wüste Badia im Osten Syriens stark zu. Militante überfallen die Kolonnen der Regierungsarmee und starteten Raubüberfall auf Straßensperren. So wurde Ende April eine Kolonne der Syrisch-Arabischen Armee ( SAA) in der Gegend von Sukhny überfallen, etwa 10 Soldaten starben an Ort und Stelle, 8 wurden gefangen genommen und hingerichtet.

In der Gegend von Palmyra haben Terroristen einen falschen Checkpoint eingerichtet, der als syrische Armee verkleidet ist. Unter dem Deckmantel von Sicherheitsbeamten hielten sie auf der Autobahn Palmyra-Deir-Ez-Zor Autos zur Inspektion an. Eines der Fahrzeuge, in dem sich die SAA-Soldaten befanden, wurde nach einem Stopp von Terroristen beschossen.

 

Die wachsende militante Aktivität in der Badia-Wüste hat bei den Behörden im benachbarten Irak große Besorgnis ausgelöst. Befürchten Sie, dass ISIS-Terroristen in Bagdad Aktivitäten auf das Territorium des Irak übertragen können. Ende April wurde beschlossen, gemeinsam mit der syrischen Militäroperation die Grenzgebiete zu säubern.

Die pro-iranischen freiwilligen Milizen des Iraks, Hashid al-Shaabi, sind an der Operation beteiligt. Auf syrischer Seite gibt es Kämpfer der syrischen Nationalmiliz sowie iranische Proksisily. Darüber hinaus sind die Streitkräfte der palästinensischen Freiwilligenformation «Liva al-Quds» mit der Operation verbunden. Anfang April zerstörten die ISIL-Kämpfer die Kolonne dieser Eliteeinheit, die Palästinenser sind entschlossen, ihre toten Kameraden zu rächen.

Verlauf der Gefechtslinie

Am 2. Mai begann eine gemeinsame Operation. Während das Handeln der Sicherheitskräfte auf das Kämmen des Grenzgebietes reduziert ist. Es gab keine Zusammenstöße mit IS-Kämpfern. Der Erfolg der Operation ist ebenfalls recht bescheiden. Am ersten Tag wurde ein mit Rüstungsschutz verstärktes Auto der IS-Kämpfer gefunden. Wahrscheinlich planten die Terroristen, es als sogenanntes Shahid-Mobil (mit Sprengstoff und selbstmordgeleiteten Fahrzeugen) zu verwenden. Außerdem wurden mehrere Unterkünfte gefunden, in denen sich die IS-Kämpfer zuvor versteckt hatten.

Zu berücksichtigen ist auch, dass Aktivitäten dieser Art offensichtlich nicht ausreichen, um ISIS-Terroristen in der Badia-Wüste auszuschalten. Die Räumung der Grenzgebiete wird das Leben der Militanten zwar zeitweilig erschweren, das Problem jedoch nicht grundsätzlich lösen. Das Kommando der syrischen Armee führt immer noch keine größeren militärischen Operationen gegen die im Dreieck zwischen den Städten Sukhna, al Meyadin und Deir Ez-Zor operierenden Kämpfer aus. Dieser Umstand erlaubte es den Terroristen, in dem angegebenen Gebiet einen echten Guerillakrieg zu führen. Die Verzögerung der syrischen Sicherheitskräfte zur Lösung dieses Problems wird nur zu neuen Verlusten bei Militär und Zivilisten führen.

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