Der türkische Präsident sagte, die Türkeit werde trotz des israelischen Angriffs auf das Büro der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu im Gazastreifen, weiterhin die israelischen Verbrechen und Gräueltaten in den besetzten palästinensischen Gebieten aufdecken.

In einem Tweet am frühen Samstagabend verurteilte Erdogan den Angriff der israelischen Regierungstruppen auf das Büro der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu in Gaza, das einige Stunden zuvor stattgefunden hatte.

«Wir verurteilen nachdrücklich den Angriff Israels auf das Büro der Anadolu-Agentur in Gaza», sagte der türkische Präsident.

«Die Türkei und die Anadolu-Agentur werden trotz solcher Angriffe auch weiterhin der Welt über den israelischen Terrorismus und den Gräueltaten in Gaza und anderen Teilen Palästinas berichten», fügte Erdogan hinzu.

 

Ein Korrespondent der Agentur in al-Quds (Jerusalem) sagte am Samstag, die israelischen Streitkräfte hätten mindestens fünf Raketen auf das Gebäude der Nachrichtenagentur in Gaza abgefeuert.

Der Angriff war Teil einer Serie von Luftangriffen des israelischen Regimes auf diese Gebiete, bei der eine Schwangere Frau und ihr 14 Monate altes Kind sowie ein 22-jähriger Zivilist getötet wurden.

Die Luftangriffe erfolgten einen Tag nach dem Raketenabschuss der palästinensischen Widerstandsbewegung Hamas auf Streitkräfte des israelischen Regimes in den besetzten palästinensischen Gebieten, wobei zwei Israelis getötet wurden.

Auch der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu äußerte sich zu dem Vorfall und  sagte, der Angriff auf die Nachrichtenagentur sei ein Beweis dafür, dass Israel ständig die Rechte der Palästinenser verletze.

«Die Ausrichtung des Büros der Anadolu-Agentur in Gaza ist ein neues Beispiel für Israels uneingeschränkte Aggression», schrieb Cavusoglu auf Twitter.

 

Der Anschlag auf das Anadolu-Büro am Samstag könnte erneut dazu führen, dass Ankara eine stärkere Haltung gegenüber dem anhaltenden Vorgehen Israels gegen die Palästinenser im Gazastreifen einnimmt.