Die Luftangriffe im Rahmen der Operation Claw, die Anfang dieser Woche zur Bekämpfung der kurdischen Terrorgruppe PKK* gestartet wurde, bescheren dem Nordirak ein Bombenwetter.

Türkische Luftangriffe trafen am Freitag im Rahmen der laufenden Operation Claw die Terrorziele der PKK im Nordirak. Das berichtet die Istanbuler Tageszeitung Yeni Şafak unter Berufung auf Quellen aus dem Militär.

Die Jets zerstörten Waffendepots, Schutzhütten und Munitionsdepots, die von Terroristen in der Zap-Region benutzt wurden, teilte das Nationale Verteidigungsministerium in einem Tweet mit.

 

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Die türkische Armee hat am Montag die Operation Klaue gegen die PKK-Terrorgruppe gestartet. In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK — von der Türkei, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft — für den Tod von rund 40.000 Menschen verantwortlich, darunter Frauen und Kinder.

Die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) ist eine kurdische, sozialistisch ausgerichtete militante Untergrundorganisation mit Ursprung in den kurdischen Siedlungsgebieten innerhalb der Türkei. Sie kämpft in der Türkei und teilweise auch in den angrenzenden Ländern für die politische Autonomie kurdisch besiedelter Gebiete, so auch im Irak und Syrien Ihre Tätigkeit ist in Deutschland seit 1993 verboten, wie der Verfassungsschutz berichtet.

Unter anderem heißt es dort:

Seit Beginn des Jahres 2016 weitete das türkische Militär seine Kampfhandlungen gegen die PKK und deren Guerillaeinheiten aus – sowohl in den südostanatolischen Gebieten mit überwiegend kurdischer Bevölkerungs­mehrheit als auch in den nordsyrischen Siedlungs­gebieten. Der militärische Konflikt wurde dabei oftmals durch unmittelbare Vergeltungsaktionen der PKK geprägt und verschärft.

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So verübte die PKK-Splittergruppe „Freiheitsfalken Kurdistans“ (TAK), die seit 2006 auf der EU-Liste der terroristischen Organisationen verzeichnet ist, im Verlauf des Jahres 2016 in der Türkei mehrere Anschläge mit zahlreichen Todesopfern und Verletzten. Im Jahr 2017 hielten die Kampfhandlungen zwischen dem türkischen Militär und den Guerillaeinheiten der PKK zwar an, erreichten jedoch nicht die Intensität des Vorjahres.

Im Frühjahr 2018 wurden die Aktivitäten der PKK-Anhänger in Deutschland wesentlich von dem militärischen Vorgehen der türkischen Armee im Rahmen der im Januar gestarteten „Operation Olivenzweig“ bestimmt, bei der unter anderem die überwiegend von Kurden besiedelte syrische Stadt Afrin vollständig von der türkischen Armee eingenommen wurde. Das zu diesem Zeitpunkt ohnehin schon hohe Demonstrationsaufkommen der PKK wurde infolge dessen nochmals erhöht.

Nach wie vor ist die PKK die schlagkräftigste ausländerextremistische Organisation in Deutschland. Sie ist in der Lage, Personen weit über den Kreis der Anhängerschaft hinaus zu mobilisieren. Ihre Kaderstrukturen ermöglichen zudem eine zügige Umsetzung neuer strategischer und taktischer Vorgaben, auch hin zu einer möglichen Neubelebung militanter Aktionsformen.

Mit Textangaben aus dem Bundesamt für Verfassungsschutz

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