«Um einen ergebnisorientierten Prozess zu unterstützen, sollten die Seiten bei ihren Kommentaren zum Prozess besondere Sorgfalt walten lassen», sagte das norwegische Außenministerium.

von Harald Neuber

Zuvor hatte der Vorsitzende des Oppositionsparlaments, Juan Guaidó, ein vorübergehendes Scheitern der Verhandlungen angekündigt.

Die erste Verhandlungsrunde zwischen der venezolanischen Regierung und der Opposition in Oslo hatte keine konkreten Ergebnisse. Guaido erklärte in Caracas, dass es keine Einigung erzielt wurde. Gleichzeitig schloss der Oppositionspolitiker, der sich Ende Januar selbst zum Gegenpräsidenten erklärte, weitere Verhandlungen nicht aus.

Bei den Gesprächen in Oslo handelte es sich um die ersten unmittelbaren Verhandlungen seit Beginn des Machtkampfs zwischen Präsident Nicolás Maduro und Guaidó. Der selbsternannte Gegenpräsident, der Maduros Rücktritt fordert, wird von gut 50 meist westlichen Staaten als Übergangspräsident anerkannt, darunter die USA und weiteren Nato-Staaten wie Deutschland, aber auch rechtsgerichteten lateinamerikanischen Regierungen. Maduro kann bislang auf die Unterstützung der Armee sowie der Mehrheit der UN-Mitgliedsstaaten zählen. Die UN-Sicherheitsratsmitglieder Russland und Chinas sowie lateinamerikanische Staaten wie Bolivien, Kuba und Mexiko sprechen sich entschieden gegen einen von außen forcierten Regime-Change in Venezuela aus.

Vor diesem Hintergrund gab das norwegische Außenministerium bekannt, dass «in dieser Woche in Oslo Treffen zwischen Vertretern der wichtigsten politischen Akteure in Venezuela stattgefunden haben». Die Parteien hätten ihre Bereitschaft bekundet, bei der Suche nach einer vereinbarten und verfassungsmäßigen Lösung für das Land voranzukommen, die politische, wirtschaftliche und wahltaktische Fragen umfasst. Norwegen erkenne die Bemühungen aller beteiligten Parteien an, so Außenministerin Ine Eriksen Søreide.

Über Twitter schrieb Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza, seine Regierung sei «dankbar für die Bemühungen Norwegens um den Frieden».

Venezuelas Präsident Maduro äußerte sich über «die Gespräche, Verhandlungen und Dialoge» in Norwegen. Die Kontakte zu erreichen habe «viel gekostet, (…) monatelange geheime Gespräche», sagte er in einem Video, das auf seinem Twitter-Account veröffentlicht wurde. «Wir sind Optimisten, wir glauben an den Frieden, an den Dialog und an die nationale Harmonie», so Maduro.

 

 

Quelle: Telepolis

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