Immer wieder wird über die Mär der «russischen Hacker» gejammert, gleichwohl in Deutschland sichere Betriebssysteme frei zugänglich sind. Eines davon ist das Betriebssystem Linux, welches im Gegensatz — von Windows beispielsweise, ein Hintertürchen hat, die den Rechner für Eindringe offenlassen wie ein Scheunentor.

Zugegeben — es gibt immer einen weg. Beispielsweise zeigte sich das EU-Parlament im Hinblick von Bedrohungen China äußerst besorgt. Es blieb immer mal wieder nur bei den Anschuldigungen — Beweise? Fehlanzeige! Auch im Hinblick auf Kapersky — eine Anti-Viren-Software eines Moskauer IT-Unternehmens wurde gewarnt. Russland und China sind böse. Deswegen auch kein Wunder, dass Ihnen schnell dabei geholfen werden soll, einen Vertrag dort zu kündigen. Man sprach sogar von «bösartigkeiter» Software und sprach — ohne Beweislieferung — von irgendwelchen Codes, die nicht belegt sind.

Über Marktgiganten wie Windows und Apple kaum noch ein Wort. «Tatsächlich ist es schwer, in geschlossenen Programmen oder Hardware, eine Hintertür zu finden oder deren Anwesenheit zu bescheinigen», schreibt Arne Arnold auf Linux Welt. «Doch das ist ein Problem, für das es derzeit eine sehr gute Lösung gibt: Open-Source-Programme!», so weiters im Editorial. Tatsächlich ist Linux frei verfügbar und gibt es auf CD-ROM als Zeitschrift käuflich zu einem Preis von meistens unter 10 Euro zu erwerben, während die Preise für Windows Betriebssysteme (mit Hintertürchen und ohne Zeitschrift) doch um ein vielfaches Höher sind und meistens sogar teurer sind als das Gerät selbst, auf dem es genutzt wird.

«Der Linux-Kernel und ein Großteil der dazu verfügbaren Software sind offen zugänglich und kosten somit kein Geld. Der Linux-Kernel sind «garantiert Hintertürenfrei», so Arnold. Der Kernel eines Betriebssystems bildet die hardwareabstrahierende Schicht, das heißt, er stellt der auf dieser Basis aufsetzenden Software eine einheitliche Schnittstelle (API) zur Verfügung, die unabhängig von der Rechnerarchitektur ist.

Die Software kann so immer auf die Schnittstelle zugreifen und braucht die Hardware selbst, die sie nutzt, nicht genauer zu kennen. Cybersicherheit ist seit langem ein heißes Thema und man spricht dabei von der Gefahr von Hackern aus Russland, Iran und China, aber erwiesenermaßen beseitigt Windows seine Hintertüren nicht. Und man soll immer wieder ein neue Anti-Viren-Abo bestellen. Das ist bei Open Source nicht der Fall.

Linux nutzt einen monolithischen Kernel. Ein monolithischer Kernel ist ein Kernel, in dem nicht nur Funktionen zu Speicher- und Prozessverwaltung und zur Kommunikation zwischen den Prozessen, sondern auch Treiber für die Hardwarekomponenten und möglicherweise weitere Funktionen direkt eingebaut sind.

1991 begann Informatiker Linus Torvalds in der finnischen Hauptstadt Helsinki mit der Entwicklung einer Terminal-Emulation, um unter anderem seinen eigenen Computer besser zu verstehen. Seitdem ist dieses Betriebssystem bis heute frei verfügbar und es gibt verschiedene Variationen, beispielsweise auf Chip.de.

Die Benutzeroberfläche ist auch für einfache Anwender benutzerfreundlich gestaltet und dieser Screenhot ist nur ein Beispiel von sehr vielen Möglichkeiten. Auch der Pfälzische Merkur schreibt, warum sich ein Umstieg lohnt.

 

Linux bietet seinen Nutzern gegenüber Windows einige Vorteile, erläutern die Experten der PC Welt. Alle Linux-Distributionen für den Privatgebrauch sowie zahlreiche Anwendungen seien kostenlos. Auch gelte Linux als sicherer, weil ihm ein Virus oder Trojaner, der für Windows entwickelt wurde, nichts anhaben könne. Wegen des geringeren Marktanteils würden generell wesentlich weniger Schadprogramme für Linux entwickelt, so die Tageszeitung.

Allerdings warnt man auch hier vor einigen Nachteilen oder Umgewöhnungen:

Zu den Nachteilen gehöre, dass nicht jeder Hardwarehersteller Treiber für Linux anbiete. Geräte wie WLAN-Adapter, TV-Sticks oder Drucker würden unter Linux nicht immer erkannt. Auf einem Laptop müssen Nutzer laut dem Fachmagazin damit rechnen, dass der Akku nicht so lange durchhält wie unter Windows, da letzteres mehr Energiesparfunktionen habe.

Wer sich weiter mit dem Thema beschäftigen möchte, der kann dies über die Suchmaschine DuckDuckGo gerne tun. Hier werden weitere Informationen und Möglichkeiten, sowie Beiträge oder Artikel angeboten. Viele Ämter und Regierungen nutzen Windows und zahlen dafür sehr hohe Lizenzen.

 

Gibt es Probleme oder Cyberattacken, dann ist man schnell wieder beim Thema «russische und chinesische Hacker», auf die man die Schuld an der mangelnden Cyber-Security verantwortlich macht.

Auch das russische Militär setzt auf госЛинукс (transkribiert GosLinux, Staats-Linux. Auf diesem Video werden einige Sequenzen der Linux-Befehlssprache in lateinischer Schrift vorgestellt.

 

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