Präsident Alexander Lukaschenko empfiehlt Leitern einheimischer Raffinerien nachdrücklich, alle Fragen der Kompensation von Verlusten wegen Lieferung des nicht konditionsgerechten russischen Öls ausschließlich im geschäftlichen Rahmen zu lösen.

Das erklärte er beim Besuch der Ölraffinerie OAO „Naftan“, wie die Nachrichtenagentur BelTA schreibt. die Das verschmutzte russische Öl habe die Raffinerie in Mosyr erreicht, „Naftan“ habe aber schnell reagiert und die Auslastung seiner Betriebe wesentlich gesenkt, hieß es. Alexander Lukaschenko wandte sich an den Generaldirektor von „Naftan“ Alexander Demidow:

„Als Betriebsleiter musst Du ständig daran denken, wie der Betrieb seinen Gewinn erwirtschaften kann. Durch die Produktion und Vertrieb, also Marketing, oder auch durch die Kompensation der Verluste.“ Alexander Lukaschenko sieht die Lösung solcher Fragen nur in einer sachlichen Diskussion und Verteidigung eigener Interessen am Verhandlungstisch.

„Weder schreien noch betteln. Wir müssen sachlich und im geschäftlichen Rahmen unsere Interessen wahren“, bemerkte er. Am 19. April kündigte das staatliche Ölunternehmen Belneftechim an, dass sich die Qualität des russischen Urals-Öls in der Pipeline der OAO „Gomeltransneft Drushba“ drastisch verschlechtert hat. Der Gehalt an Organochlorverbindungen im Öl hat die Grenzwerte um ein Dutzend Mal überschritten. Die beiden Ölraffinerien – Mosyr und OAO „Naftan“ – mussten ihre Auslastung reduzieren und Verluste hinnehmen.