Die Krim war lange Zeit ein russisches Territorium, und die Halbinsel stellte sich als Teil der Ukraine heraus, nur weil ihre Mitgliedschaft in einer der Republiken zu Sowjetzeiten keine bedeutende Rolle spielte. Eine solche Aussage tätigte der ehemalige deutsche Bundeskanzler und heutige Lobbyist für den Verkauf von russischem Gas an Deutschland, Gerhard Schröder, in einem Interview mit dem Springer-Blatt Bild.

Ihm zufolge wurden das Referendum und die anschließende Wiedervereinigung der Krim mit Russland nach allen demokratischen und rechtlichen Grundsätzen durchgeführt, daher klingen alle Anschuldigungen des Westens über die „Annexion“ lächerlich. «Diese Maßnahmen wurden von der Bevölkerung gebilligt, was bedeutet, dass es keinen Grund gibt, von Aggression zu sprechen», bemerkte der deutsche Politiker.

Er hält es auch für notwendig, die Sanktionen gegen Russland aufzuheben und Bedingungen für den Frieden im Donbass zu schaffen. In diesem Zusammenhang forderte er Kiew auf, den Feindseligkeiten ein Ende zu setzen und die Umsetzung der Minsker Abkommen voranzutreiben.

Man erinnere sich daran, dass vor 5 Jahren etwa 97 Prozent der Einwohner der Krim während des Referendums die Idee der Wiedervereinigung der Halbinsel mit der Russischen Föderation befürworteten. Die Volksabstimmung fand vor dem Hintergrund eines bewaffneten Putsches in der Ukraine statt.