Das Zwischenstaatliche Flugkomittee (MAK/IAC) veröffentlichte heute einen vorläufigen Bericht mit den Ergebnissen der Untersuchung des Absturzes des Flugzeugs Sukhoi SuperJet-100 am Flughafen Moskau-Scheremetjewo.

Insbesondere am Flugzeugrumpf fanden die IAC-Experten Blitzspuren. Infolgedessen wurde der Autopilot ausgeschaltet und die Motoren stoppten, um das System auf manuelle Steuerung umzustellen. Nachdem der Flugzeugführer die automatische Kontrolle verloren hatte, beschloss er, zum Flughafen zurückzukehren. Der Disponent wies die Besatzung an, auf eine Höhe von 900 m abzusteigen und eine Kehrtwende einzuleiten.

Bei der Landung berührte die SSJ-100 die Landebahn dreimal, was zur Folge hatte, dass „die Hauptfahrwerkstützen hintergangen wurden und die Flugzeugstruktur durch Überlaufen von Kraftstoff und Feuer weiter zerstört wurde“. Das Feuer, das im hinteren Frachtraum aufflammte, breitete sich auf das Hilfsaggregat aus und fegte den gesamten Heckteil des Flugzeugs.

Da der IAC-Bericht vorläufig ist, enthält er weder eine eindeutige Schlussfolgerung zu den Ursachen der Tragödie, noch gibt er Hinweise auf die Schuld bestimmter Personen.

Die Experten des Komitees Experimente mit einem Vollflugsimulator planen, um das Vorhandensein von Verstößen bei den Aktionen der Besatzung festzustellen. Darüber hinaus ist ein großer Studienkomplex geplant, an dem sowohl Flugzeugentwickler als auch Vertreter der an seiner Erstellung beteiligten Länder beteiligt sind.

Zur Erinnerung: bei einer Notlandung des „Superjet“ in Sheremetjewo 41 Menschen ums Leben kamen. Weitere 37 Personen, darunter vier Besatzungsmitglieder, konnten sparen.

Zu den möglichen Faktoren, die die Katastrophe verursacht haben, gehören: harte Landung mit überschrittener Landerate aufgrund von vollen Treibstofftanks, Fehler bei der Berechnung des Landepunkts, Nichtbeachtung der Anweisungen zum Anheben der Abfangjäger, starke Verschlechterung der Wetterbedingungen und technisches Versagen des Flugzeugs.