Amaney Jamal, Professorin für Politikwissenschaft in Princeton, die für Arab Barometer verantwortlich ist, spricht über das Thema Migration. Die auffallend weit verbreiteten Auswandererwünsche junger Menschen werden als „depressive Funde“ eingestuft.

Seit 2016 beobachte man eine «dramatische Ausprägung» dieses Trends. Die Entwicklung mache deutlich, dass die Jugend sehe, dass ihre Möglichkeiten in den Heimatländern zu begrenzt sind und dass dies das ganze Leben betreffe. Die Jungen würden daraus schließen, dass sie außerhalb der Region wahrscheinlich größere Chancen haben.

Das muss übrigens nicht notwendigerweise bedeuten, dass alle nach Europa wollen, wie eine interaktive Grafik im BBC-Bericht darlegt. Doch zeigt sich dort auch, dass mehr und meist dickere Linien nach Europa führen als nach Nordamerika, den Golfstaaten oder den Mena-Staaten.

Detailliertere Grafiken zum sprunghaften Anstieg bei den Auswanderungswünsche 2016, wie diese hier zu Marokko, die erst am gestrigen Donnerstag veröffentlicht wurde, zeigen, dass da noch einiges an Studienergebnissen in petto ist. Anscheinend wird die Studie fragmentarisch veröffentlicht (wie auch der etwas ausführlichere Studienbericht im Guardian andeutet). Lücken, die zu schließen wären, gäbe es anhand des oben genannten Anspruchs genug.

 

Telepolis

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