Dem Wiener Contra Magazin zufolge sind offenbar hunderte Pentagon-Mitarbeiter pädophil. Sie haben Kinderpornos heruntergeladen oder verbreitet. Doch die Ermittlungen verliefen demzufolge im Sand. Darüber schreibt der Chefredakteur Marco Maier unter Berufung auf US-amerikanische Medienberichte. Es wäre die nächste Vertuschung seit dem Pizzagate-Skandal aus dem Jahre 2016.

Innerhalb des US-Verteidigungsministeriums gibt es demnach offenbar ein Pädophilen-Netzwerk. Bereits im Jahr 2006 wurden bei der „Operation Flicker“ mehr als 5.000 Personen ausfindig gemacht, die mittels Kreditkarten oder Paypal online Kinderpornographie erworben hatten. Doch das ist noch nicht alles.

Von diesen wurden ganze 264 als Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums oder Auftragnehmer des Pentagons identifiziert, die Kinderpornografie online gekauft hatten. Neun von ihnen hatten Sicherheitsfreigaben für „Top Secret Sensitive Compartmentalized Information“, 76 von ihnen hatten Sicherheitsfreigaben für „Secret“ oder höher.

Doch wirklich etwas getan hat sich nichts: Von diesen 264 DoD-Verdächtigen wurden nur 52 vom Pentagon Defence Criminal Investigative Service (DCIS) untersucht. Das bedeutet, dass die Bush-Administration über 200 verdächtige Pädophile, die für das Verteidigungsministerium arbeiten, absichtlich ignoriert hat.

Wie „The Hill“ berichtet, war das Netzwerk des US-Verteidigungsministeriums im Jahr 2018 auf dem 19. Platz von fast 3.000 untersuchten Netzwerken, in denen Kinderpornographie geteilt wurden. Also in Sachen Menge an solchem Material. Das heißt auch, man kann bereits von einer Kinderporno-Epidemie im Pentagon sprechen. Zwei Abgeordnete des Unterhauses fordern nun weitere Ermittlungen ein.