Bundeswehr-Soldaten sollen die US-Koalition im Kampf gegen den Islamischen Staat* in Syrien unterstützen. Das berichtet die Junge Freiheit unter Berufung auf Aussagen aus Washington.

Bald auch in Syrien? Bundeswehr-Soldat im ISAF-Einsatz in Afghanistan.

US-Sonderbeauftragte für Syrien und die Anti-IS-Koalition, James Jeffrey, hat die Bundesregierung aufgefordert, die von Kurden angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) im Nordosten des Landes mit Ausbildern, Logistikern und technischen Hilfskräften der Bundeswehr zu unterstützen.

„Wir wollen von Deutschland Bodentruppen, um unsere Soldaten teilweise zu ersetzen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur und der Welt am Sonntag. Eine Antwort der Bundesregierung werde noch im Juli erwartet.

Die Vereinigten Staaten wollen den Großteil ihrer 2.000 Soldaten aus Nordostsyrien abziehen. Im März hatten SDF-Einheiten die letzten vom IS kontrollierten Gebiete in Syrien erobert. 400 US-Soldaten sollen im Land bleiben, um die Kurdengebiete zu sichern.

Deutschland ist bisher mit „Tornado“-Aufklärungsflugzeugen, einem Tankflugzeug und Ausbildern im Irak an der Anti-IS-Koalition beteiligt. Der Einsatz soll am 31. Oktober auslaufen. Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte jedoch bei einem Irak-Besuch Anfang Juni betont, daß die Bundesregierung zu einer Verlängerung bereit sei. (Junge Freiheit)

*auch IS, früher ISIS, auch Daesh ist eine islamistische Terrororganisation, deren Aktivitäten auf dem Gebiet der Russischen Föderation verboten sind.

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