Mindestens 17 Menschen wurden in Nepal getötet, nachdem heftige Monsunregen Überschwemmungen und Erdrutsche verursachten. Schwere Regenfälle erschüttern seit Donnerstag mehrere Bezirke in Nepal, insbesondere in der östlichen Region des Landes und in den südlichen Gebieten.

Drei starben, als ein Haus in der Hauptstadt Kathmandu zusammenbrach, als in nur 24 Stunden mehr als 115 Millimeter Regen fielen.

«Die lokalen Behörden und unsere Sicherheitsbeamten arbeiten alle daran, Menschen zu retten und in Sicherheit zu bringen. Hubschrauber sind bei Bedarf in Bereitschaft», sagte der Beamte des Innenministeriums, Umakanta Adhikari, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

In Mulpani, am Rande der Hauptstadt Kathmandu, brachten heftige Regenfälle ein Haus zum Einsturz.

«Die Mauer brach plötzlich zusammen, wir dachten, es sei ein Erdbeben. Als wir herauskamen, war das Haus kaputt», sagte Kundan Kumar Sharma, ein Anwohner.

Zwanzig Mitglieder einer Familie schliefen zu diesem Zeitpunkt und drei starben.

Nach Angaben der nepalesischen Polizei wurden weitere sieben Personen verletzt und sieben als vermisst gemeldet.

Vor weiteren Regenfällen wird gewarnt

Nepals Wetterabteilung warnte davor, dass in den kommenden Tagen mehr starker Regen erwartet würde, etwa 100 mm pro Tag, und riet den Leuten, wachsam zu bleiben.

Im benachbarten Nordosten Indiens stieg die Zahl der Todesopfer auf 11, wobei sechs im Bundesstaat Assam und weitere fünf in Arunachal Pradesh starben.

Der jährliche Monsun birgt das Risiko von Überschwemmungen und Opfern. Fast 150 Menschen starben letztes Jahr in Nepal während der Regenzeit, die normalerweise Ende Juni beginnt und bis Ende August andauert.

Wissenschaftler warnen vor dem (umstrittenen) Klimawandel, Monsunmuster ändern sich und die Region muss sich auf mehr Wetterextreme, schwere Dürreperioden und intensivere Regenperioden einstellen.