In Zusammenarbeit mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall testete die Bundeswehr bereits im Jahre 2016 den Einsatz von Laserwaffen. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt die deutsche Technologie nicht derart ausgereift, dass man sie zuverlässig im Ernstfall einsetzen könnte. Aber in den letzten Wochen wurden immer wieder Berichte laut, dass im kommenden Jahr die nächste Phase kommt.

Zugegeben — in letzter Zeit machte die Bundeswehr eher negative Schlagzeilen. Personal- und Ausrüstungsmangel, schlecht geführtes Ministerium, sowie Skandale innerhalb der Truppe. Das sollte aber nicht gleichsam bedeuten, dass der deutsche Pionier- und Erfindergeist ganz verschwunden ist. Allerdings ist die USA in dieser Technologie führend und hat bereits Prototypen an ihre Kriegsschiffe angebracht. Auch Russland und China verkündeten bereits, dass man an der hochmodernen Lasertechnologie forscht.

Zunächst: Was ist ein Laser? Es ist ein Akronym aus der englischen Sprache und setzt sich aus folgenden Wörtern zusammen: light amplification by stimulated emission of radiation, zu deutsch etwa ‚Licht-Verstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung‘)

Allerdings ist Deutschland in diesem Technologiesektor darum bemüht, sich nicht in die Abhängigkeit der USA zu begeben. Die Rüstungsunternehmen Rheinmetall und Matra BAe Dynamics Aérospatiale (MBDA) bzw. dessen deutsches Tochterunternehmen sollen die Waffe liefern. Es ist zunächst als einmaliges Projekt gedacht. Ziel dieser Zusammenlegung ist eine schnellere und effizientere Entwicklung dieses Waffensystems, das mit sehr hohen Kosten verbunden ist. Doch was ist der Vorteil, dieses kostenintensive System selbst zu entwickeln?

Im Vergleich zu konventionellen Waffensystemen, wie beispielsweise eine Rakete (defensiv und offensiv), kostet ein Laserstrahl gerade mal den Stromverbrauch und muss nicht extra auf ein Schiff beladen werden. Man darf schließlich nicht vergessen, dass auch der Abschuss einer Rakete größtenteils mit Kosten im vierstelligen Bereich verbunden ist. Nach Angaben des Unternehmens MBDA plane man zunächst den Einsatz von Lasern im Bereich der Flugabwehr auf kurzer Distanz, sowie für den Angriff mittlerer Ziele, wie beispielsweise Schnellboote.

Ein weiterer Vorteil ist, da es sich, wie bereits oben angesprochen, um Licht handelt, die Geschwindigkeit. Als grundlegende Naturkonstante in der Physik breitet sich Lich breitet sich im Vakuum in allen Richtungen und unabhängig von der Bewegungsgeschwindigkeit der Lichtquelle oder des Lichtempfängers mit einer Geschwindigkeit von 299792,458 km/s aus.

Wenn diese Phase erfolgreich abgeschlossen ist, soll die Laserwaffe auch im Infanteriebereich eingesetzt werden. Wann man sie später auch auf Flugzeugen oder im Weltraum auf Satelliten einsetzt, wie in Science-Fiction-Filmen ist bislang noch nicht bekannt. Bislang werden Laser hier lediglich in der Zielerfassung. Stichwort: lasergelenkte Bomben oder optronische Zielerfassung mit Zielortungsgeräten

 

Die USA haben bereits eine Laserwaffe an einen Helicopter montiert und der Konzern Raytheon ein entsprechendes Video auf Youtube gestellt.