Katar hat am Sonntag alle Parteien aufgefordert, angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Straße von Hormuz Zurückhaltung zu üben.

«Der Staat Katar betont die Notwendigkeit, diese Ereignisse dringend einzudämmen, und ruft alle Parteien zum Zurückhalten und zu einem friedlichen Austritt auf», heißt es in einer schriftlichen Erklärung des Außenministeriums.

Am Freitag teilte der Iran mit, er habe den britischen Tanker Stena Impero in der Straße von Hormuz, einer strategischen Wasserstraße, konfisziert, nachdem Großbritannien am 4. Juli einen iranisch geflaggten Öltanker vor Gibraltar, einem an Südspanien angrenzenden britischen Überseegebiet, erobert hatte.

Die iranischen Behörden gaben an, das 30.000 Tonnen schwere Schiff unter britischer Flagge sei wegen Gerichtsverfahren in den Iran gebracht worden.

Bei der Beschlagnahme des iranischen Tankers gab London an, unter Verstoß gegen die EU-Sanktionen gegen das Regime von Baschar al-Assad des Ölschmuggels nach Syrien verdächtigt worden zu sein.

Der Iran forderte die Freilassung seiner Besatzung und seines Schiffes, beschuldigte die britische Royal Navy der Piraterie und drohte London mit Vergeltungsmaßnahmen. Diese Rhetorik führt zu Spannungen zwischen den beiden Nationen in einer Region, die sich bereits durch Krieg und Brinkmanship mit dem Westen entzündet hat.

Kuwait drängt auf eine Beschleunigung der diplomatischen Bemühungen

Kuwait äußerte am Sonntag ebenfalls «tiefe Besorgnis» über die zunehmenden Spannungen in der Region.

Laut der offiziellen Nachrichtenagentur KUNA forderte Kuwait die internationale Gemeinschaft auf, «die diplomatischen Bemühungen zu beschleunigen», um die Spannungen abzubauen.

Der Bericht, in dem ein anonymer Beamter des Außenministeriums zitiert wurde, betonte auch die Notwendigkeit der Zurückhaltung und der Einhaltung des internationalen Seerechts.

Darüber hinaus forderte der saudische Außenminister Adel Al-Jubeir die internationale Gemeinschaft auf, Maßnahmen gegen die iranische Besetzung des britischen Schiffes zu ergreifen.

«Jeder Angriff auf die Schifffahrtsfreiheit verstößt gegen das Völkerrecht», schrieb Al-Jubeir am Sonntag auf Twitter.

Er sagte, die Beschlagnahme des britischen Schiffes durch den Iran sei «völlig inakzeptabel».

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