Schulabschlüsse werden oft von Unruhen begleitet, aber es kommt selten vor, dass 50 Jugendliche die Polizeistation stürmen.

Es geschah am Donnerstagabend in der Stadt Starnberg am Seeufer. Die Polizei verhaftete einen betrunkenen und aggressiven Teenager und brachte ihn zur Polizeistation.

Ein derartiger Ablauf befriedigte die Klassenkameraden des Verhafteten nicht, weshalb sie drastische Maßnahmen beschlossen. Sie wollten Polizeibeamte abhalten, und einer versuchte sogar, den Polizisten auf den Kopf zu schlagen.

Als die Polizeibeamten die Polizeistation erreichten, versammelte sich draußen eine Menschenmenge von etwa 100 Personen.

Ungefähr 50 Menschen versuchten, zu stürmen, um einen Klassenkameraden zu befreien. Die Jugendlichen warfen Flaschen in das Gebäude, schlugen ein Fenster ein und rissen ein Polizeischild am Eingang ab.

Die Verstärkung wurde gerufen, drei Aufständische wurden unter dem Verdacht festgenommen, einen Gefangenen freizulassen und Eigentum zu beschädigen.

Bezüglich des 15-jährigen Teenagers, der die oben genannten Ereignisse provozierte, heißt es in den Berichten, dass er an seine Eltern übergeben und in die Klinik gebracht wurde, weil er sich über Kopfschmerzen beklagte. Der Alkohol- und Drogentest verlief nach Angaben der Süddeutschen Zeitung positiv.