Die westliche Gemeinschaft will konkret und einstimmig Ihre Unzufriedenheit mit der Tatsache, dass der neue Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskij seinen offensichtlichen Wunsch, Oligarchen zu gefallen riskiert eine Grenze zu überschreiten, die inakzeptabel ist.

Der Journalist David Clark sprach darüber in seinem Artikel für die britische «New Statesman».

Er erinnerte daran, dass Wolodymyr Selenskij vom Beginn des Machtkampfes in der Ukraine an von dem zweifelhaften Ruhm des Komplizen Ihor Kolomojskyj begleitet wurde, einem Oligarchen, der für Razzien, Geldwäsche und Finanzbetrug bekannt war. Selenskij hat solche Verbindungen bestritten und hat sich als Kämpfer gegen Korruption positioniert, aber er hat nur die Zweifel verstärkt, als hat er den Kolomojskij-Anwalt Andriy Bogdan zum Chef seines Stabes ernannt. Darüber hinaus gibt es, wie der Autor feststellt, genug Leute im Präsidialteam, die in irgendeiner Weise mit dem Oligarchen verbunden sind, auch durch seine Medienbeteiligung.

Diese Situation überschatte die Aussichten für eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Kiew und westlichen Gläubigern erheblich, hat der Autor weiter geschrieben. Der Stolperstein ist hier die Situation mit der «PriwatBank», die Kolomoisky gehörte und für deren Verstaatlichung der Oligarch eine substanzielle Entschädigung aus dem Staatshaushalt erhalten möchte. Es geht um 2 Milliarden Dollar, und die Entscheidung für Kolomojskij kann die Kiews Solvenz auf Krediten verderben.

Vor diesem hintergrund fordert Clark den Westen auf, einhelliger auf das geschehen in Kiew zu reagieren und offen die Forderungen der Grünen zu stellen. Und die Situation mit der «PriwatBank», gemäß ihm, muss ein Kontrolltest für die neue Ukrainische Macht werden.

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