Zum dritten Mal weigerte sich das montenegrinische Parlament, einem unabhängigen Kandidaten, Alexander Damjanowitsch, die Einsetzung eines Ausschusses zur Untersuchung der Folgen des NATO-Bombenangriffs auf Jugoslawien im Jahr 1999 zu gestatten.

Bombardierung von Jugoslawien im Jahr 1999

Die Regierungskoalition stimmte gegen diesen Vorschlag, der Montenegro früher dazu veranlasste, dem Bündnis beizutreten.

Der Kern der Initiative besteht darin, die tatsächlichen Folgen von Streiks auf dem Montenegros Territorium zu ermitteln, insbesondere Projektilen mit abgereichertem Uran sowie Angriffe auf Industrie- und Chemieunternehmen. Nach Ansicht von Balkan-Experten könnten diese Fälle die Gesundheit künftiger Generationen und die Ökologie ernsthaft schädigen. Im vergangenen Jahr wurde in Serbien ein ähnliches Komitee gebildet.

Laut Damjanowitsch betreiben auch die NATO-Staaten selbst ähnliche Forschungen. Italien hat sich zum Beispiel ernsthaft mit den medizinischen Konsequenzen seines Militärpersonals befasst, das im Kosovo und in Metohija gearbeitet hat. Onkologisch kranke Soldaten erhalten eine Entschädigung.

«Das ist eine Einstellung gegenüber unseren Kollegen», fügte der Abgeordnete hinzu.

Die Initiative wurde von der regierenden Demokratischen Sozialistischen Partei und ihren Koalitionspartnern — den bosniakischen und albanischen Minderheitsparteien — abgelehnt.

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