In Berlin reagierten sie auf die Drohung des US-Botschafters Richard Grenell, amerikanische Soldaten aus Deutschland abzuziehen.

Es wurde von der Hannoverschen Allgemeinen berichtet.

Wie bereits früher bekannt wurde, drohte Grenell, US-Stützpunkte nach Polen zu verlegen, weil Bundeskanzlerin Angela Merkel es ablehnte, die Militärausgaben innerhalb der NATO auf 2% des BIP zu erhöhen, wie es von US-Präsident Donald Trump gefordert wurde.

Dem Botschafter zufolge ist es eine Beleidigung, die Deutschen für den Inlandsbedarf und nicht für die Aufrechterhaltung des US-Militärs auszugeben, während die US-Steuerzahler selbst dafür sorgen, dass sich Soldaten in Deutschland aufhalten.

Der Vorsitzende der deutschen Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, reagierte auf diese Aussage.

«Wenn die Amerikaner ihre Truppen abziehen, sollten sie ihre Atomraketen mitnehmen. Und natürlich sollten sie sich nach Hause mitnehmen, nicht nach Polen, sonst verschlechtern sich die Beziehungen zu Russland drastisch, was den Interessen Deutschlands und Europas widerspricht», sagte der Politiker.

Laut Bartsch sollte Berlin den Vorschlag von Grenell ernst nehmen und seine Umsetzung mit Washington diskutieren.

Der amerikanische Botschafter in Berlin hat sich bereits mehrfach mit deutschen Politikern über seine Äußerungen und Aktionen gestritten. Zuvor drohte er mit Sanktionen gegen deutsche Unternehmen, die am «Nord Stream 2»-Projekt beteiligt waren, was zu einem Sturm der Empörung im Bundestag führte.

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