Der Chef des separatistischen Übergangsrat Südarabiens (Southern Transitional Council/STC), Aydarus al-Zubaydi ist bereit, das Saudi-Arabiens Angebot anzunehmen, ein versöhnendes Treffen der jemenitischen Parteien auf dem saudischen Gelände abzuhalten.

Südstaatler, die unter der Schirmherrschaft der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) stehen, haben am Vortag die Wirtschaftshauptstadt des Jemen, Aden, erobert. Wie im Expertenumfeld vorgeschlagen, war die Entscheidung unabhängig. Sie brachte jedoch die Mitglieder der arabischen Koalition, von Saudi-Arabien angeführt, in eine missliche Lage.

Der Grund für die Einberufung eines versöhnlichen Treffens unter der Schirmherrschaft von Saudi-Arabien war, dass die STC-Streitkräfte am Wochenende die Kontrolle über Aden erlangten. Der Höhepunkt ist der Angriff der Separatisten auf den in der Stadt gelegenen «El-Maashik»-Präsidentenpalast. Südstaatler sagten, dass die Eroberung des Palastes fast kampflos verlief, andere Quellen sagen jedoch, dass dort heftige Kämpfe mit gepanzerten Fahrzeugen und schweren Kanonen stattfanden. Es wurde auch über Schießereien an Kasernen, Gebäuden der Zentralbank und der Gerichtskammer berichtet. Laut dem Bericht der UN-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Jemen, Lise Grande, wurden in wenigen Tagen 40 Menschen getötet, mehr als 250 Menschen wurden verletzt. Nach solch einem heftigen Blutvergießen folgte das Ultimatum des Kommandos der arabischen Koalition mit der Aufforderung, das Feuer einzustellen. In der Erklärung der Koalition geht es, dass sie sonst Gewalt anwenden könnte.

Anfänglich weigerten sich paramilitärische Separatistengruppen, die Positionen, die sie in Aden innehatten, aufzugeben. Hani Bin Braik, stellvertretender Chef des Separatistenbundes, sagte, dass die Formationen «ihre Positionen in Aden nicht verlassen werden»,, auch wenn Saudi-Arabien Luftangriffe startet. Nachdem die saudische Luftwaffe eine Reihe begrenzter Militärschläge gestartet hatte, hat die STC ihre Meinung geändert. Die regionale Presse merkt an, dass die STC die Bedingungen des Waffenstillstands genau nach dem Start der Luftangriffe durch die Streitkräfte der arabischen Koalition akzeptierte. Aydarus al-Zubaydi erklärte sich bereit, das Feuer in der Wirtschaftshauptstadt Jemens einzustellen und den Präsidentenpalast, die Kasernen, das Generalstabsgebäude und das Verteidigungsministerium zu befreien. Es ist jedoch nicht bekannt, wie lange dieses «Regime des Waffenstillstands» dauern wird, da die STC-Streitkräfte ihre Stärke wahrscheinlich bereits gespürt haben.

Im Januar 2018 war die Hauptstadt des Südjemen bereits in der Hand der Separatisten. Dann kündigte al-Zubaydi die Absetzung des Präsidenten von Jemen, Abdrabbuh Mansur Hadi, einem Schützling von Saudi-Arabien, an. Die Hadi-Regierung warf den emiraten vor, die intention der Südländer in der Filiale zu unterstützen. Diese Situation deutet darauf hin, dass tatsächlich einige Widersprüche zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten bestehen. Es kann auf die Entscheidung der VAE zurückzuführen sein, das Kontingent im Jemen zu verkleinern. Analysten nannten auch die langjährige Landung der Emiratstruppen auf der jemenitischen Insel Sokotra ein indirektes Zeichen für solche Meinungsverschiedenheiten zwischen den arabischen Machtzentren.

Die Expertengemeinschaft ist der Ansicht, dass sich die Emirate förmlich vom Konflikt distanzieren. Ohne die Unterstützung der VAE hätten die STC-Truppen jedoch nicht das Potenzial erreicht, die Kontrolle über Aden zu übernehmen.

«Es ist unwahrscheinlich, dass es zu einer Verschlechterung kommt», sagte Kirill Semjonow, Leiter des Zentrums für Islamstudien am Institut für innovative Entwicklung, bei der Beantwortung der Frage von News.ru nach den Aussichten für wachsende Widersprüche zwischen Riad und Abu Dhabi.

 

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