Das Rettungsschiff der deutschen NGO Lifeline hat rund 100 Migranten im Mittelmeer aufgenommen.

 

Das deutsche Rettungsschiff Eleonore rettete rund 100 Migranten im Mittelmeer, etwa 50 Kilometer vor der Küste Libyens. Am Montag, den 26. August, sagte Axel Steier — Mitbegründer der deutschen Wohltätigkeitsmission Lifeline, die das Schiff Eleonore finanziert.

Der Eigner und Kapitän des Schiffes, Klaus-Peter Reisch, schrieb auf Twitter: «Ich bin sehr froh, dass wir alle Menschen gerettet haben. Das ist uns buchstäblich in letzter Sekunde gelungen, da das Boot fast ertrunken ist». Jetzt bittet der Schiffskapitän die Bundesregierung um Hilfe, damit Eleonore einen der europäischen Häfen betreten darf.

Nachdem Ende Juni 2018 kein einziges EU-Land zugestimmt hatte, das deutsche Schiff Lifeline mit den geretteten 234 Migranten aus Libyen für mehrere Tage an Bord aufzunehmen, erreichte es den Hafen von Valletta. Die maltesischen Behörden beschlagnahmten das Schiff, weil es «keinem Staat gehörte». Die Besatzung behauptete, dass Lifeline die niederländische Flagge führte, was die niederländischen Behörden jedoch bestritten.

Später wurde ein Strafverfahren gegen Kapitän Klaus-Peter Reisch eröffnet. Er wurde beschuldigt, in den Hoheitsgewässern Maltas ohne einen entsprechenden Führerschein ein Schiff gefahren zu haben, illegal die Seegrenze des Staates überschritten und die Stellenbeschreibungen ignoriert zu haben.

Infolgedessen wurde er in Malta zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Gleichzeitig stellte das Gericht fest, dass die Rettung der Flüchtlinge für Reish keine kommerzielle Tätigkeit, sondern ein humanitärer Akt war.

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