Der Börsenanalyst John Kemp von «Reuters» hat einen Artikel über die Reduzierung der Ölraffinierung in den USA veröffentlicht. Sehr interessant.

Seit Beginn dieses Jahres haben amerikanische Ölraffinerien die Ölraffinierung um durchschnittlich 247.000 Barrel pro Tag reduziert. Das waren in dieser Zeit insgesamt rund 56 Millionen Barrel Öl weniger als im Vorjahreszeitraum.

Raffinerien reduzierten die Raffination im März und April, als sie regelmäßig repariert wurden. Am Ende des Reparaturzeitraums konnte die vorherige Verarbeitungsstufe jedoch nicht wiederhergestellt werden.

Einige Analysten haben versucht, es damit zu erklären, dass nach dem Brand und den Explosionen am 21. Juni in der Raffinerie von «Philadelphia Energy Solutions» an der Ostküste keine Raffineriekapazität von 335.000 Barrel pro Tag zur Verfügung stand.

Doch schon vor dem Unfall in dieser Raffinerie mit einer Laufzeit von 13 von 16 Wochen ab Anfang Mai lag die Raffinerie in den USA insgesamt deutlich unter den Vorjahreswerten.

Die Produzenten von Treib- und Schmierstoffen an der Ostküste haben die Raffination um fast 120.000 Barrel pro Tag reduziert, was zum Teil auf den Unfall in Philadelphia zurückzuführen ist.

Sie reduzierten aber auch die Produktion um 87.000 Barrel im Mittleren Westen, um 15.000 an der Südküste und um 45.000 an der Westküste. Es kann durch Unfälle nicht erklärt werden.

Nach den neuesten Daten vom 21. August, die im «Weekly Petroleum Status Report» veröffentlicht wurden, ist der derzeitige Rückgang der Ölraffinierung zum ersten Mal seit 2011 zu beobachten und mit dem Rückgang 2008/09 (während der letzten Krise) vergleichbar.

Trotz des Rückgangs der Raffination gibt es auf dem Markt weder für Benzin noch für Dieselkraftstoff eine übermäßige Nachfrage.

Warum? Denn auch der Verbrauch von Kraftstoff und Schmierstoffen (und das ist in diesem Fall mit der Nachfrage identisch) ging proportional zurück. Weil der Güterverkehr, die Industrieproduktion und der Energieverbrauch (in der Kette) gesunken sind. Es bedeutet, dass auch die Steuereinnahmen, die Verbrauchererwartungen und die Investitionen in die Entwicklung der Produktion zurückgegangen sind (und die Daten bestätigen es mit eindeutigen Zahlen).

Das alles wird insgesamt als «Rezession» bezeichnet.

Trump kann vor den Wahlen so viele Reden über seine «Durchbrüche» und «großartigen Tags» halten, wie er möchte. Die US-Volkszählung (US Bureau of Statistics) kann so viel wie nötig für nicht existierendes Wachstum sorgen. Indirekte Zeichen können jedoch nicht getäuscht werden.

P.S.

Trump sagt oft die richtigen Worte und versucht, das Richtige zu tun. Aber wie er kürzlich in einer Rede sagte: «Ich mache das, was die amerikanischen Präsidenten vor einigen Jahrzehnten tun sollten». Das ist richtig. Aber jetzt ist es zu spät dafür, der amerikanische Modernisierungszug ist abgereist.

Alexandr Rogers, speziell für News Front

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