Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sagte, dass eine Situation, in der die Türkei keine Atomwaffen hat, während «andere Länder in der Region» Waffen haben, inakzeptabel ist.

Erdogan sprach auf der Konferenz der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung in der Stadt Sivas. Er sagte: «Einige Länder haben nukleare Sprengköpfe und Raketen — und nicht ein oder zwei Sprengköpfe. Aber sie sagen uns, dass wir sie nicht haben können. Das kann ich nicht akzeptieren».

Erdogan fügte hinzu: «Es gibt kein derart entwickeltes Land auf der Welt, in dem es keine [Atomwaffen] gibt».

Erdogan wies direkt darauf hin, dass Israel sein Problem ist: «Wir haben Israel in der Nähe, wir sind fast Nachbarn. Sie erschrecken andere Nationen mit diesen Waffen. Niemand wagt es, sie zu berühren».

Laut ausländischen Experten verfügt Israel über ein Arsenal von zehn oder hundert Atomsprengköpfen. Israel hat diese Information im Rahmen der sogenannten «Unsicherheitspolitik» nie offiziell geleugnet oder bestätigt.

Erdogan weist darauf hin, dass die Türkei mit dem 1980 von ihr unterzeichneten Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen sowie dem 1986 von ihr unterzeichneten Vertrag über das Verbot von Kerntests nicht einverstanden ist. Erdogan sagte nicht, ob er beabsichtige, von diesen Verträgen zurückzutreten und ein türkisches Atombombenprogramm initiieren.

Erdogan nimmt deutlich ein Beispiel aus dem benachbarten Iran. Der iranische Präsident Hassan Rouhani sagte, sein Land werde weiterhin von einer Reihe von Abkommen zurücktreten, die als «Nuklearabkommen 2015» bekannt sind.

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