Die sizilianische Polizei verhaftete drei Personen, die angeblich Dutzende von Migranten in einem Internierungslager im Nordwesten Libyens vergewaltigten und folterten.

Die Staatsanwaltschaft in Agrigento sammelte Zeugenaussagen von zahlreichen Asylbewerbern aus Nordafrika, die angeblich ihre ehemaligen Entführer im Migrantenregistrierungszentrum in Messina, Sizilien, wiedererkannten.

Drei mutmaßliche Entführer, ein 27-jähriger guineischer Mann und zwei Ägypter im Alter von 24 und 26 Jahren, werden wegen Folter, Entführung und Menschenhandels angeklagt.

«Alle Frauen, die bei uns waren, wurden nach Angaben der Ermittler systematisch und wiederholt vergewaltigt», heißt es in der Aussage des Migranten. «Wir waren eingesperrt und sie gaben uns nur ein Stück Brot und ein Glas Meerwasser».

Opfer, die seit Juli 2018 in Libyen inhaftiert waren, berichteten auch, dass Folter in Haftanstalten bereits zur Norm geworden war, bis die Angehörigen der dortigen Migrantenhäftlinge für ihre Freilassung bezahlten. Wenn sie kein Geld hatten, wurden sie als Sklaven verkauft oder getötet.

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