Neulich brach ein weiterer Skandal in der Bundeswehr aus. Diesmal geht es um verrückte und praktisch aus dem Fenster geworfene Gelder für «Berufsausbildungskurse», die syrischen Migranten angeboten werden.

Vierwöchige Kurse, die 21.000 Euro pro Teilnehmer kosten und für insgesamt 217 Syrer abgehalten wurden, scheiterten. Die Erfolgsquote ist erstaunlich: Bis zu zwei Syrer haben eine feste Anstellung gefunden.

In einem vertraulichen Bericht von Anfang August hielten die Prüfer das Programm für «unwirtschaftlich und ineffizient». 217 Migranten nahmen an vierwöchigen Schulungen teil, die bereits 2016 zu Themen wie Technologie, Handwerk und Sanitär gestartet wurden — für fünf Millionen Euro.

Die entsprechenden Programme der Bundesagentur für Arbeit kosten pro Teilnehmer rund 1800 Euro — gegenüber 21.000 in der Bundeswehr. Die Gründe für die hohen Kosten in der Bundeswehr liegen in Planungsfehlern: Da die deutsche Sprache bei den Syrern schlechter war als erwartet, wurden Übersetzer eingestellt, deren Leistungen fast 900.000 Euro kosten.

Dem Bericht zufolge kosteten das an der Operation beteiligte Militär und Personal insgesamt 2,4 Millionen Euro. Neue Geräte, die für mehr als eine halbe Million Euro an einem Standort in Oldenburg gekauft wurden, durften zudem aus Sicherheitsgründen von Migranten nicht verwendet werden.

Bereits Ende 2016 nannte die interne Untersuchung der Bundeswehr das Projekt „ein ungesundes Kosten-Nutzen-Verhältnis“ und forderte dessen Abschluss. Das Ministerium ordnete jedoch eine Weiterbildung für syrische Migranten an. Nach den Ergebnissen für September 2019 fanden laut dem Bericht der Rechnungskammer nur zwei von 217 Flüchtlingen eine feste Anstellung.

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