Fast die Hälfte aller Migranten auf dem Planeten lebt in nur zehn Ländern. Davon leben 51 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten.

Seit 2010 ist die Zahl der Migranten weltweit um 51 Millionen Menschen gestiegen — auf 272 Millionen. Mehr als die Hälfte von ihnen lebt in nur 10 Ländern. Derartige Daten sind in dem Bericht der Vereinten Nationen enthalten, der am Vortag am Sitz dieser Organisation in New York vorgelegt wurde. Dies berichtet Ukrinform am Mittwoch, dem 18. September.

«Die Zahl der internationalen Migranten in der Welt hat 2019 eine geschätzte Zahl von 272 Millionen Menschen erreicht, was 51 Millionen mehr als im Jahr 2010 ist», geht es in dem Bericht.

UN-Experten berichten, dass Migranten inzwischen 3,5% der Weltbevölkerung ausmachen (im Jahr 2000 waren es 2,8%).

Die Organisation gibt keine Schätzungen der Zahlen ab, merkt jedoch an, dass eine solche Bewegung bei einer geordneten, sicheren und vorhersehbaren Migration und Mobilität von Menschen positive Ergebnisse haben kann, insbesondere zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Erreichung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung beitragen kann.

«Europa hat die Führungsrolle als Anspruchspunkt für Migranten (82 Millionen Menschen) inne, gefolgt von Nordamerika (59 Millionen) und Westasien (49 Millionen)», geht es in dem Bericht.

Fast die Hälfte aller Migranten auf dem Planeten lebt in nur zehn Ländern. 51 Millionen in den USA (19% ihrer Gesamtzahl), 13 Millionen in Deutschland und Saudi-Arabien, 12 Millionen in Russland, 10 Millionen in Großbritannien, 9 Millionen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, 8 Millionen in Frankreich , Kanada und Australien, 6 Millionen — in Italien.

Ein Drittel aller internationalen Migranten stammt ebenfalls aus 10 Ländern.

«Indien führt: 18 Millionen Inder leben im Ausland. Migranten aus Mexiko bilden die zweitgrößte Diaspora — 12 Millionen. Migranten aus China — 11 Millionen, der Russischen Föderation — 10 Millionen, in Syrien — 8 Millionen», berichtet die UN.

Der Bericht stellt auch fest, dass die unfreiwillige Neuansiedlung aufgrund von Kriegen und anderen ähnlichen Umständen weltweit weiter zunimmt. Von 2010 bis 2017 stieg die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden um 13 Millionen, das ein Viertel der zusätzlichen Migranten in dieser Zeit ist. Nordafrika und Westasien nahmen rund 46% der Flüchtlinge auf.

Jeder siebte Migrant auf der Welt ist jünger als 20 Jahre. Drei von vier sind im erwerbsfähigen Alter (20-64 Jahre).

Zur Klärung der Frage betonten die Referenten, dass Binnenvertriebene in diesen Zahlen nicht enthalten sind, diese Daten beziehen sich ausschließlich auf internationale Migration.

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