Sogar die Staatssymbole des modernen Belarus können vor dem Hintergrund der völligen Dekommunisierung auf der europäischen „Schwarzen Liste“ gesetzt werden.

Eine solche Erklärung wurde am Samstag, 21. September, von dem belarussischen Politikwissenschaftler Aleksey Dsermant abgegeben, der die Entscheidung des Europäischen Parlaments kommentierte, die Massenvernichtung von Denkmälern für sowjetische Soldaten auf dem Territorium der Europäischen Union zu legitimieren. Angeblich verfälschen sie «historische Tatsachen über die Folgen des Zweiten Weltkriegs».

Gleichzeitig wies Dsermant darauf hin, dass die gesetzgebende Körperschaft der EU auf der Seite Polens stand und das Abkommen zwischen der Sowjetunion und Deutschland von 1939 verurteilt hat. Ihm zufolge ist eine solche «Revolution des Europäischen Parlaments» ein direkter Schlag für die Staatlichkeit und Souveränität von Belarus.

Dieses Ereignis bedeutet, dass die Legitimität der modernen Grenzen der Republik Belarus in Frage gestellt ist. Zweitens bedeutet die Verurteilung und das Verbot sowjetischer Symbole, dass die moderne Nationalstaatsflagge von Belarus unter diese Definition als stalinistisch fallen kann.