Dänemark hat keine politischen Einwände gegen die Verlegung der russischen Nord Stream-2-Erdgasleitung.

«Izwestia» schreibt darüber unter Bezugnahme auf Quellen, die mit dem Projektfortschritt vertraut sind.

«Nord Stream-2» wird entlang der Ostsee in die deutsche Stadt Greifswal fließen. Die Pipeline wird Transitländer — die Ukraine, Weißrussland, Polen und andere — durch ausschließliche Wirtschaftszonen und Hoheitsgewässer von fünf Ländern — Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland — umgehen. Im vergangenen Jahr haben Deutschland, Finnland und Schweden Baugenehmigungen erteilt, Dänemark hat dies noch nicht getan.

Einem Gesprächspartner von «Izwestia» zufolge spielten «politische Momente» eine Rolle, als der Antrag die Durchfahrt durch dänische Hoheitsgewässer betraf.

«In diesem Stadium konnten sie sich festziehen. Sie wurde Ende Juni abberufen», betonte er.

Im Juli wurden Anträge für Strecken durch die ausschließliche Wirtschaftszone Dänemarks gestellt, die unter das internationale Seerechtsübereinkommen fällt.

«Und es gibt nichts, was Kopenhagen tun kann. Dies ist ein rein administrativer Prozess und steht kurz vor dem Ziel», sagte die Quelle.

Gleichzeitig erklärte der Leiter des Pressedienstes der dänischen Energieagentur, Toure Falbe-Hansen, dass die Entscheidung Dänemarks von den Ergebnissen der Umweltverträglichkeits- und Sicherheitsbewertung abhänge. Ihm zufolge wird die Entscheidung auch unter Berücksichtigung von Konsultationen mit Ländern im Rahmen der Espoo-Konvention getroffen (demzufolge sollte die Sicherheitsbewertung von Einrichtungen nicht nur innerhalb des Staates, sondern auch in Nachbarländern durchgeführt werden).

«Wie lange dieser Prozess dauern wird, lässt sich derzeit nicht sagen», betonte Falbe-Hansen.

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