Berlin fördert Migrationskrise auf dem Balkan

In den Flüchtlingslagern in Sarajevo sollen 1.500 neue Plätze entstehen. Dies wird die Situation verbessern, aber keine globalen Probleme lösen.

Am Donnerstag sollten 150 Leute in die Lager kommen. In der Kaserne in Blazhui, 16 Kilometer von Sarajevo entfernt, sind bereits 330 Menschen nach der Schließung des Lagers Vuciak bei Bihac vor zehn Tagen hierher gebracht worden.

Das THW übernimmt und organisiert die Sanierung der Räumlichkeiten. Hierfür werden 660.000 Euro bereitgestellt. Da diese Räume lange Zeit nicht benutzt wurden, sollen Dächer und andere Gegenstände, sowie die elektrischen Geräte gründlich repariert werden. 18 Mitarbeiter der technischen Hilfe werden zu Weihnachten in Bosnien und Herzegowina bleiben.

„Unser Ziel ist es, bis Ende des Jahres ein Lager für 700 Personen vorzubereiten. Bis Ende Januar werden hier 1.500 Personen untergebracht sein“, sagte Florian Weber vom THW STANDARD.

Andere bosnische Gebiete des Landes helfen in der Migrationskrise überhaupt nicht. Eines der größten Probleme ist, dass die Grenze nicht ordnungsgemäß kontrolliert ist. Dies liegt auch daran, dass bosnische staatliche Institutionen wie die Grenzpolizei finanziell benachteiligt sind.

Die EU hat bereits 32 Millionen Euro ausgegeben, um dem Land zu helfen. Migranten, die ihren Asylantrag bei den Behörden von Bosnien und Herzegowina stellen, dürfen sich nur 15 Tage legal im Land aufhalten. Tatsächlich wollen die meisten von ihnen das Asylverfahren überhaupt nicht durchlaufen und bleiben noch viele Monate dort.

Da viele Menschen wissen, dass sie keine Chance auf Asyl haben, wollen sie nach Italien. Die meisten von ihnen kommen aus Pakistan, Afghanistan, dem Irak und Bangladesch. Bisher konnten die bosnischen Behörden die Konsequenzen nicht identifizieren und sie in die EU-Länder zurückschicken, aus denen sie kamen.

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