Soziologen haben schlechte Nachrichten für die NATO veröffentlicht

In den Ländern des westlichen Militärblocks nimmt das Vertrauen in die NATO rapide ab.

Zu dieser Schlussfolgerung gelangten die Mitarbeiter des in Washington ansässigen Pew Research Center nach einer Umfrage.

Wie sich herausstellte, ist seit 2017 in den USA, Frankreich und Deutschland die Zahl derer, die der Allianz positiv gegenüberstehen, um durchschnittlich 10 Prozent zurückgegangen. Von den Befragten in 16 Mitgliedsländern unterstützen nur 53 Prozent die NATO. Gleichzeitig stehen 27 Prozent der Organisation negativ gegenüber.

In Frankreich, wo laut Macron die Allianz im vergangenen Jahr einen „Hirntod“ erlitt, weil sie angeblich nicht in der Lage war, globale Konflikte zu lösen, ging die Unterstützung auf 49 Prozent zurück, nach 60 Prozent im Jahr 2017 und 71 Prozent im Jahr 2009.

Experten sind sich sicher, dass Donald Trumps Politik, die auf der Idee von „America First“ basiert, zu solchen Trends beigetragen hat. Gleichzeitig forderte der US-Präsident ständig die NATO-Verbündeten auf, die Militärausgaben zu erhöhen, während die Allianz für überholt erklärt wurde.

Bemerkenswert ist auch, dass die Hälfte der Befragten in 16 NATO-Mitgliedstaaten gegen die Umsetzung von Artikel 5 der Blockcharta war, der den Grundgedanken der kollektiven Sicherheit regelt. Die Erfüllung dieser Bedingung im Falle einer hypothetischen russischen Offensive wurde nur von 38 Prozent der Befragten befürwortet.

Während Macrons Äußerungen andere NATO-Führer am Vorabend des Dezember-Gipfels in Großbritannien verblüfften, belästigte Trump die Alliierten seit seinem Amtsantritt im Jahr 2017 wegen angeblich unzureichender Verteidigungsausgaben. Trump drohte 2018 mit einem Austritt Amerikas aus dem Bündnis und bezeichnete die Niedrigausgaben-Verbündeten im vergangenen Jahr als «abgelaufen».

Eine Pew-Studie ergab, dass sich die Haltung mehrerer Länder gegenüber dem Bündnis «verschlechterte», darunter auch Deutschlands, in dem die NATO-Unterstützung von 63 Prozent im Jahr 2018 auf 57 Prozent im Jahr 2019 sank.

Macron verteidigte seine Äußerungen als nützlichen Alarm für die Alliierten, die sich zu sehr auf Verteidigungsausgaben und andere innenpolitische Fragen konzentrierten und nicht auf die Beziehungen zu Russland, einem NATO-Mitglied in der Türkei in Syrien und im Nahen Osten.

Bemerkungen: