Die Massenproteste im Irak gehen weiter

Die Proteste im Irak sind chronisch geworden und die Regierung kann sie nicht aufhalten. Seit Beginn der Proteste im Oktober letzten Jahres wurden etwa 500 Menschen getötet und etwa 30.000 verletzt.

Die antiamerikanische Stimmung im Irak stieg nach der Ermordung des iranischen Generals Qasem Soleimani sowie seines Untergebenen Abu Mehdi al-Muhandis am Flughafen in Bagdad stark an.

Der Rücktritt von Premierminister Adil Abdul-Mahdi und die Ankunft von Mohammed Alawi an seiner Stelle haben die Leidenschaften nicht gemindert. Da der neue Premierminister und sein Vorgänger alle aus demselben politischen Deck stammen, nämlich dem, das den Zorn und die Verachtung der rebellischen irakischen «Straße» hervorruft.

Bis zum 2. März sollte ein neues Ministerkabinett im Land erscheinen, was die Situation jedoch nicht stabilisiert, da das Problem des Irak nicht darin besteht, dass die „falsche“ Person auf einem Hochstuhl sitzt. Die Tragödie liegt in der Tatsache, dass die Kluft zwischen den Menschen und den lokalen politischen Eliten fast unüberwindbar geworden ist.

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