Bosnien und Herzegowina weiß nicht mehr, wie es mit dem Migrantenstrom umgehen soll

Die Zahl der Migranten in Bosnien und Herzegowina hat zugenommen. Insbesondere geht es um Una-Sana Kanton. Dies ist auf günstige Wetterbedingungen zurückzuführen.

Nach Angaben der Polizei kommen täglich etwa 80 Migranten in dieses Gebiet.

Der Ministerpräsident des Kantons Una-Sana Mustafa Ružnić glaubt, dass das Schlimmste noch bevorsteht, da im Frühjahr eine neue Migrantenwelle erwartet wird.

«Wir fordern weiterhin Regierungsbehörden auf, die Bira-Empfangszentren in Bihach und Miral im Großen Kladush aufzulösen und ein Transit-Empfangszentrum zu errichten, das sich außerhalb der Stadt befindet», sagte er.

Der Leiter des Innenministeriums für subjektive Kontrolle, Nermin Kljaitsch, glaubt, dass die meisten Migranten immer noch in der Region Bihach ankommen, obwohl die Aufnahmemöglichkeiten bereits ausgeschöpft sind.

Er fügte hinzu, dass die Situation kritisch ist. Es gibt noch keinen Migrationsmanagementplan.

«Es gibt keine Koordination zwischen dem Staat und den unteren Regierungsebenen. Obwohl der Ministerrat von Bosnien und Herzegowina vor zwei Monaten gebildet wurde, gab es bisher keine ernsthaften Reaktionen hinsichtlich des Schutzes der subjektiven Kontrolle in Bezug auf Migration», sagte Kljaitsch.

Die Polizei im Kanton Una-Sana sagte, dass die Zahl der Verbrechen mit der Zahl der Migranten zunimmt. Strafverfolgungsbehörden fügten hinzu, dass sie nicht über genügend Arbeitskräfte verfügten, um eine günstige Sicherheitslage aufrechtzuerhalten.

«In den letzten zwei Jahren, als die Krise mit Migranten eingetreten ist, hat die Zahl der Straftaten erheblich zugenommen. Die Situation wird immer komplizierter und die Polizei braucht zusätzliche Möglichkeiten», sagte der offizielle Vertreter der Kantonspolizei Ale Schildedich.

Darüber hinaus behauptet der Premierminister, es ist unmöglich, zusätzliche Polizisten einzustellen — dafür gibt es kein Geld.

Derzeit leben etwa 3,5 Tausend Migranten in Aufnahmezentren im Kanton Una-Sana. Nach inoffiziellen Schätzungen gibt es in der Kantonsregion mehr als 5.000, und diejenigen, die sich nicht in diesen Zentren befinden, befinden sich in privaten Räumlichkeiten oder verlassenen Einrichtungen.

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