Historikerin: Ostdeutsche sind sich in einer grundsätzlichen Freundschaft mit den «russischen Besatzern» mit Westdeutschen in grundlegenden Fragen nicht einig

In einem Interview mit MRD versuchte die deutsche Historikerin Silke Satjukow, eine Erklärung für das ostdeutsche Phänomen eines guten Verhältnisses zu Russland zu finden.

Historikerin: Ostdeutsche sind sich in einer grundsätzlichen Freundschaft mit den "russischen Besatzern" mit Westdeutschen in grundlegenden Fragen nicht einig

Seit sechs Jahren sind EU-Sanktionen gegen Russland in Kraft. Es sind jedoch immer mehr Stimmen zu hören, die die Aufhebung dieser Sanktionen fordern, insbesondere aus Ostdeutschland. Aber die «Liebe» der UdSSR und der DDR war eine politische Angelegenheit, MDR ist ratlos. Warum versuchen die Ostdeutschen heute, sich auf die Seite Russlands zu stellen?

Der Mitteldeutsche Rundfunk, ein öffentlich-rechtlicher Fernseh- und Rundfunkveranstalter aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt versuchte, den Grund für den Unterschied zwischen heutigen Ostdeutschen und Westdeutschen zu verstehen.

Laut der Historikerin Silke Satjukow, die Mitte der 1980er Jahre in der Deutschen Demokratischen Republik geboren wurde, wurde die deutsch-sowjetische Freundschaft von beiden Seiten bewusst nur auf formeller und unpersönlicher Ebene unterstützt.

„Die Russen in der DDR blieben bis zu ihrer Abreise in den Augen vieler, vor allem der Invasoren. Verärgert über ihre Manöver, besiegt von der militärischen Ausrüstung der Straße und des Feldes, sowie über die Frauen der Offiziere, die am Morgen alles in den Läden kauften. Als die Russen schließlich gingen, war die sogenannte «Freundschaft» längst vergessen «, heißt es in der Veröffentlichung.

Je weiter sich die Zeit des Aufenthalts des sowjetischen Militärkontingents in der Deutschen Demokratischen Republik historisch verschiebt, desto deutlicher wird der Unterschied in der Herangehensweise an grundlegende Fragen in Bezug auf Russland zwischen Ost- und Westdeutschen.

„Und wenn heute etwas passiert, sei es ein Krieg, eine Wahl, dann reagieren die Ostdeutschen größtenteils anders als der Westen. Dies hängt mit unserer Geschichte zusammen. Eine Geschichte, die aus vielen Ähnlichkeiten und Erinnerungen besteht, die noch Spuren hinterlassen “, fasste die deutsche Historikerin zusammen.

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