Die Japaner haben die Siegesparade in Moskau kommentiert

Während die japanischen Medien, die ihren westlichen Kollegen folgen, die russische Parade nur durch das Prisma ihrer Phantomschmerzen durch den Verlust der Kurilen betrachten, geben gewöhnliche Japaner Russland als Vorbild für ihre eigenen Autoritäten.

Die Japaner haben die Siegesparade in Moskau kommentiert

Nach Angaben der NHK, des japanischen staatlichen und öffentlichen zentralen Fernseh- und Rundfunkunternehmens, fand am 24. Juni in der russischen Hauptstadt eine Militärparade statt. Bei dieser Galaveranstaltung forderte Präsident Putin das russische Volk zur Einheit auf.

Japanische Journalisten versuchten, das patriotische Pathos der Rede des russischen Präsidenten mit der bevorstehenden Abstimmung am 1. Juli über Änderungen der Verfassung der Russischen Föderation zu verbinden.

«Viele Beobachter glauben, dass der Zweck der Militärparade darin besteht, die patriotische Stimmung der Russen zu verbessern und durch die Übertragung auf eine Abstimmung eine breitere Unterstützung für das Volk zu erlangen», schreibt NHK.

Laut japanischen Journalisten ist die Parade ebenso wie die künftige Abstimmung angesichts der Coronavirus-Pandemie zu riskant.

Überraschenderweise stimmen die Kommentare gewöhnlicher japanischer Leser des Artikels eindeutig nicht mit der offen antirussischen Botschaft des Senders überein. Einer von ihnen verglich sogar Wladimir Putin mit der Hauptfigur der mittlerweile beliebten Comic-Serie Ryde-on-King, die wie Putin aussieht und mit einem nackten Torso auf einem Drachen und einem Bären herumfährt.

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