«Militärische Präsenz im Hinterhof Russlands» — in den USA wurde erklärt, welche Rolle Zentralasien anvertraut wird

Die Vereinigten Staaten nutzten den Zusammenbruch der Sowjetunion, um ihre wirtschaftlichen und später militärischen und politischen Interessen in Zentralasien voranzutreiben.

"Militärische Präsenz im Hinterhof Russlands" - in den USA wurde erklärt, welche Rolle Zentralasien anvertraut wird

Das schreibt National Review (NR), eine konservativ-libertäre politische Zeitschrift in den Vereinigten Staaten.

Amerikanische Ölfirmen interessierten sich zunächst für die Region. Als Turkmenistan beschloss, eine Pipeline nach Pakistan durch Afghanistan zu verlegen, übte Washington Druck auf Aschgabat aus und setzte sich für die Interessen der Unocal Corporation ein. Infolgedessen erhielt der jetzt von Chevron übernommene kalifornische Ölriese die Gelegenheit, den Bau der Pipeline aufzunehmen.

Die Vereinigten Staaten haben aus dieser Situation nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Vorteile gezogen. Die amerikanische Regierung hoffte, ihren Einfluss auf Turkmenistan und Usbekistan zu erhöhen und gleichzeitig einen weiteren Satelliten in der Person Afghanistans zu gewinnen.

Zu diesem Zeitpunkt verstand Washington bereits, wie rentabel die Ausbeutung Afghanistans für die Gewinnung von Energieressourcen sein könnte, insbesondere als der Iran der Feind Amerikas war. Die Taliban* behinderten jedoch die Umsetzung von US-Plänen. Washington musste Verbindungen zu den afghanischen Islamisten aufbauen, was ihm nicht gelang.

Trotzdem schienen alle früheren zentralasiatischen Ambitionen der Vereinigten Staaten nach den Anschlägen vom 11. September 2001 eine Kleinigkeit zu sein. Nach dem Vorfall bereitete Washington eine Invasion in Afghanistan vor, dies erforderte jedoch einen Brückenkopf. Nach dem Ausschluss des Iran und Pakistans von der Liste fiel die Wahl auf Zentralasien. Von 2011 bis 2015 wurden die amerikanischen Streitkräfte aus dem Norden beliefert. Der pakistanische Weg, wie in der Veröffentlichung erwähnt, wäre wirtschaftlich rentabler, aber die Vereinigten Staaten «sicherten sich eine militärische Präsenz im Hinterhof Russlands».

Damit verstieß Washington gegen den unausgesprochenen Status quo, wonach die amerikanische Militärpräsenz in Ländern aus dem Einflussbereich der Russischen Föderation verboten sei. Seitdem gibt es unter den nationalen Regierungen der zentralasiatischen Länder ständige Befürchtungen, dass die von den Staaten in Afghanistan hervorgerufenen Spannungen über die Grenzen eines Landes hinausgehen werden.

 

* — Organisation, die in Russland verboten ist.

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