Die EU wird fast 500 Millionen Euro für Migranten in der Türkei bereitstellen

Mit dem Geld werden zwei humanitäre Hilfsprogramme finanziert.

Die EU wird fast 500 Millionen Euro für Migranten in der Türkei bereitstellen

Die EU unterstützt die Türkei mit weiteren 485 Millionen Euro für Flüchtlinge. Die Brüsseler Behörden haben am Freitag mitgeteilt, dass sowohl die EU-Länder als auch das Europäische Parlament den entsprechenden Vorschlag der Europäischen Kommission gebilligt haben.

Mit diesem Geld sollten zwei humanitäre Hilfsprogramme bis Ende 2021 verlängert werden.

Das Geld wird zusätzlich zu den sechs Milliarden Euro kommen, die die EU zuvor der Türkei gemäß dem EU-Türkei-Abkommen von 2016 zugewiesen hatte.

«Die Europäische Union wird Flüchtlingen in der Türkei helfen, solange der humanitäre Bedarf besteht. Diese Finanzierung zeugt von unserer Sorge um die am stärksten gefährdeten Menschen, insbesondere in einer Zeit, in der das Coronavirus ihre Notlage verschärft», sagte Janez Lenarcic, EU-Kommissar für Krisenmanagement, am Freitag.

In der Türkei leben rund 3,6 Millionen syrische Flüchtlinge. Die EU und die Türkei vereinbaren im Frühjahr 2016 einen Flüchtlingspakt. Dies sieht unter anderem den Kampf der Türkei gegen die illegale Einwanderung in die EU im Austausch gegen Finanzmittel vor.

Die neuen 485 Millionen Euro werden nun für zwei humanitäre Programme verwendet. Diese Programme bieten mehr als 1,7 Millionen Flüchtlingen die Möglichkeit, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen und mehr als 600.000 Kindern Schulbildung zu ermöglichen.

Eines der Programme zielt auf dringende Sozialhilfe ab und versorgt mehr als 1,7 Millionen Flüchtlinge monatlich. Wie in Brüssel festgestellt, ist dies das ehrgeizigste humanitäre Programm von allen, das jemals von der Europäischen Union finanziert wurde. Ein weiteres humanitäres EU-Programm bietet Flüchtlingsfamilien, deren Kinder regelmäßig zur Schule gehen, finanzielle Unterstützung.

Die Türkei hatte in den vergangenen Monaten mehrfach mehr Unterstützung gefordert. Ende Februar erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Grenze nach Griechenland schließlich für Flüchtlinge und andere Migranten offen und setzte die EU so unter Druck. Tausende Migranten machten sich auf den Weg nach Griechenland und somit in die EU. Griechenland ließ sie jedoch nicht passieren.

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