Russland beanstandet die Weigerung, Nord Stream-2 von den Beschränkungen der EU-Gasrichtlinie auszunehmen

Der Betreiber der Nord Stream-2-Gaspipeline hat eine Beschwerde gegen die Entscheidung Deutschlands eingereicht, die Befreiung des Projekts von den Bestimmungen der dritten EU-Gasrichtlinie zu verweigern.

Russland beanstandet die Weigerung, Nord Stream-2 von den Beschränkungen der EU-Gasrichtlinie auszunehmen

Insbesondere die Beschränkungen der Richtlinie verpflichten zur Gründung einer neuen Betreibergesellschaft für Nord Stream-2. Dies liegt daran, dass der Gastransport gemäß den EU-Anforderungen nicht von demselben Unternehmen durchgeführt werden kann, das ihn produziert und verkauft.

Darüber hinaus muss der Betreiber Drittunternehmen Zugang zur Pipeline gewähren. Das heißt, wenn ein europäisches Unternehmen Gas von einem Lieferanten in Zentralasien kauft, kann es es nicht über Nord Stream-2 pumpen.

In diesem Zusammenhang hat der Betreiber der Nord Stream 2 AG bereits eine Beschwerde beim Obersten Landgericht Düsseldorf eingereicht, wie im Bericht von Gazprom für das erste Halbjahr 2020 berichtet.

«Am 15. Juni 2020 reichte die Nord Stream 2 AG beim Obersten Landgericht Düsseldorf eine Beschwerde gegen die Entscheidung des Bundesnetznetzes vom 15. Mai 2020 ein, die Befreiung des Nord Stream-2-Projekts von den wichtigsten Bestimmungen der dritten EU-Gasrichtlinie zu verweigern» , — sagt das Dokument.

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