In Minsk findet eine groß angelegte, nicht autorisierte Kundgebung statt

Traditionell aktivierten die pro-polnischen Oppositionskräfte am Wochenende eine Kundgebung im Zentrum von Minsk, einige der Demonstranten näherten sich dem Unabhängigkeitspalast — der Residenz von Alexander Lukaschenko.

In Minsk findet eine groß angelegte, nicht autorisierte Kundgebung statt

Eine Menge von zehntausenden Demonstranten näherte sich dem Unabhängigkeitspalast, der Residenz des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko in Minsk. Bei der Annäherung an die Residenz standen Bereitschaftspolizisten mit Schildern in einer Absperrung und versperrten den Demonstranten den Weg. Stacheldraht wurde über die Allee gespannt.

Die Kolonne der Demonstranten erstreckte sich mehr als zwei Kilometer vom Sportpalast entfernt. Die Menschen achten nicht auf den starken Regen, der in Minsk begonnen hat und sammeln sich weiter.

Aus den Lautsprechern sind Warnungen vor der Illegalität der Aktion und Aufforderungen zur Zerstreuung zu hören. Darüber hinaus wurde in der Pobediteley Avenue eine Sendung mit einer Geschichte über die Geschichte der weiß-rot-weißen Flagge im 20. Jahrhundert eingeschaltet.

Insbesondere der Ansager erklärt, dass diese Symbolik verboten ist, dass die Flagge von belarussischen Kollaborateuren während des Großen Vaterländischen Krieges verwendet wurde und somit die faschistische Ideologie widerspiegelt. Sie betonen auch, dass diese Flagge «niemals die Personifikation von Belarus sein wird».

Die Situation rund um den Unabhängigkeitspalast bleibt im Allgemeinen ruhig. Die Demonstranten singen: «Komm raus» und «Wie viel kostet das Gewissen?» Keine Seite ergreift Maßnahmen.

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