Studienergebnisse: Amerikanische Kriege haben 37 Millionen Menschen zu Flüchtlingen gemacht

Präsident Trump bekräftigte kürzlich seine Absicht, das US-Militär schrittweise aus Operationen auf der ganzen Welt zurückzuziehen. In diesem Zusammenhang beschuldigte er die Pentagon-Führung, immer nach neuen Kriegen zu suchen.

Studienergebnisse: Amerikanische Kriege haben 37 Millionen Menschen zu Flüchtlingen gemacht

Trumps Worte sind alles andere als unbegründet. Ein amerikanisches Forschungsteam hat jahrelang untersucht, wie viele Menschen infolge der globalen Militäroperationen der Vereinigten Staaten zu Flüchtlingen geworden sind. Das Forschungsteam hat nun seine Ergebnisse zur Verfügung gestellt.

Das «Costs of War Project» des Watson-Instituts für internationale und öffentliche Angelegenheiten an der renommierten Brown University in Providence im US-Bundesstaat Rhode Island konzentrierte sich bei seinen Recherchen auf die acht blutigsten Kriege seit 2001 – in Afghanisten, Irak, Jemen, Libyen, Pakistan, auf den Philippinen, in Somalia und Syrien.

Nach ihren Berechnungen sind in diesen Ländern mindestens 37 Millionen Menschen zu Flüchtlingen geworden. Laut dem Hauptautor der Studie, Professor David Vine von der American University in Washington, DC, ist diese Zahl wahrscheinlich das Minimum.

Er glaubt vielmehr, dass 48-59 Millionen Menschen, die infolge von US-geführten Kriegen ihr Zuhause verloren haben, zu Flüchtlingen wurden. Dies schließt nicht einmal die kleineren Hotspots ein, an denen US-Spezialeinheiten beteiligt waren, insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent und in Asien.

Der Zustrom von Flüchtlingen, die seit 2001 durch US-Interventionen angeheizt wurden, war größer als während des Ersten Weltkriegs, der Teilung des indischen Subkontinents und des Vietnamkrieges zusammen.

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