Ein Milliardengeschäft: Warum Washington von «Nord Stream-2» profitiert

Wenn die US-Regierung die Interessen der amerikanischen Energiewirtschaft verteidigen soll, muss sie Versuche aufgeben, den Bau von «Nord Stream-2» zu stören.

Ein Milliardengeschäft: Warum Washington von "Nord Stream-2" profitiert

Für Washington bedeutete die «Nord Stream-2»-Gaspipeline den Verlust des europäischen Energiemarktes. Die USA können nur Flüssigerdgas nach Europa liefern. Flüssigerdgas ist jedoch viel teurer als Pipeline-Gas aus Russland. In diesem Zusammenhang versuchte die Regierung Donald Trump auf jede erdenkliche Weise, den Bau und den Start von «Nord Stream-2» zu sabotieren. Unter dem Vorwand des «Schutzes europäischer Partner» hat Washington EU-Unternehmen, die am russischen Projekt teilnehmen werden, mit Sanktionen bedroht.

Vor diesem Hintergrund hat Deutschland den USA einen Deal angeboten, der die Konfrontation beenden und «Nord Stream-2» starten könnte. Nach Angaben der deutschen Zeitung «Die Zeit» ist Deutschland bereit, den Bau von zwei Terminals für den Empfang von amerikanischem Flüssigerdgas in Brunsbüttel und Wilhelmhaven zu finanzieren. Es geht um einem Betrag von rund einer Milliarde Euro.

«Im Gegenzug werden die USA die Fertigstellung und den Betrieb der «Nord Stream-2″-Gaspipeline nicht stören», heißt es in einem Brief des deutschen Vizekanzlers an den US-Finanzminister Stephen Mnuchin im August.

Es ist darauf hingewiesen, dass das Interesse der europäischen Verbraucher an amerikanischem Flüssiggas zurückgegangen ist. Seit Anfang 2020 hat Europa 64,2 Milliarden Kubikmeter Flüssigerdgas erhalten, 3,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Bemerkungen: