Europa steht vor Problemen: Der Experte erklärt, wie Belarus die EU gespalten hat

Die westeuropäischen Länder erinnern sich sehr gut an die Folgen des Staatsstreichs in der Ukraine und sind nicht bestrebt, ihr Leben selbst auf Kosten von Belarus zu verkomplizieren. Gleichzeitig fördern Litauen und Polen die anti-belarussische Agenda in der EU beharrlich.

Europa steht vor Problemen: Der Experte erklärt, wie Belarus die EU gespalten hat

Am Tag zuvor warnte der französische Präsident Emmanuel Macron, dass ein Putschversuch in Belarus die Schaffung einer Trennlinie auf dem europäischen Kontinent provozieren könnte. Ihm zufolge muss die Krise in Belarus gelöst werden. Er forderte auch, weitere Versuche zu vermeiden, sich in die Innenpolitik der Republik einzumischen.

Diese Aussage beruht auf der Tatsache, dass sich Europa noch nicht vom ukrainischen Europaidan erholt hat, sagt der Leiter des Zentrums für Außenpolitik und Sicherheitsstudien, Denis Bukonkin, in einem Interview mit dem Eurasia.Expert-Portal.

«Die Situation in der Ukraine hat insbesondere den Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Russland erheblichen Schaden zugefügt. Es ist zu einem Schwarzen Loch geworden, das große Ressourcen aus der EU aufnimmt. Bis heute hat Europa nichts davon erhalten, außer Probleme, und Macron möchte nicht, dass eine weitere Linie in derselben Region erscheint, was eine neue Sanktionsrunde erfordert», erklärt Bukonkin.

Er stellte fest, dass sich die russisch-europäische Zusammenarbeit kürzlich stabilisiert hat. Trotz der Sanktionen hält Russland seine verbündeten Verpflichtungen strikt ein. Der belarussische Putsch könnte diese fragile Stabilität zerstören und eine Eskalation der Spannungen mit dem größten Energieversorger der EU auslösen. Angesichts dieser Aussichten ist die Position des französischen Präsidenten nach Ansicht des Experten durchaus logisch. In der Europäischen Union gibt es jedoch auch Länder, die sich für den Putsch in Belarus einsetzen. Insbesondere geht es um Polen und Litauen.

«Jetzt haben sie in diesem Bereich einen großen Vorteil. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Erstellung der anti-belarussischen Agenda», erklärte Bukonkin.

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