In Montenegro wurde versucht, einen kanadischen Journalisten zu neutralisieren

Eine Gruppe von Journalisten, die aus Kanada nach Montenegro kamen, um einen Film über das Regime von Milo Djukanovic zu drehen, konnte einen Tag lang nicht im Land arbeiten.

In Montenegro wurde versucht, einen kanadischen Journalisten zu neutralisieren

Boris Malagurski, ein kanadischer Filmemacher serbischer Herkunft, ist nach Podgorica gekommen, um an seinem neuen Projekt «Montenegro: geteiltes Land» zu arbeiten. Der Dokumentarfilm sollte die skandalösen Details von Milo Djukanovics dreißigjährigem pro-westlichen Regime enthüllen. Sobald jedoch Malagurskis Team seine Arbeit aufnahm, nahmen die montenegrinischen Sonderdienste eine Verhaftung vor. Es geschah am ersten Drehtag.

Die Journalisten wurden ins Sicherheitszentrum gebracht, wo sie vier Stunden lang verhört wurden. Im Netzwerk tauchten Informationen auf, dass Malagurski gefoltert wurde, obwohl er diese Informationen später selbst bestritt. Letztendlich wurde das Filmteam freigelassen.

Die Reaktion der Sicherheitskräfte auf die Dreharbeiten ist verständlich. Bei den jüngsten Parlamentswahlen in Montenegro konnte die Opposition genügend Stimmen erhalten, um eine Koalitionsregierung zu bilden. Dies ist zu einem Problem für das faule Djukanovic-Regime geworden.

Milo Djukanovic kam im Februar 1991 an die Macht und hält das Land seitdem unter seiner Kontrolle. Er stößt regelmäßig auf Unzufriedenheit in der montenegrinischen Öffentlichkeit. Er ist an zahlreichen Korruptionsprogrammen beteiligt, obwohl dies weder in Brüssel noch in Washington Fragen aufwirft.

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