Djukanovic könnte nach Den Haag zu einem Verbrechensprozess im Kosovo vorgeladen werden

Der Präsident von Montenegro wird als Zeuge dorthin reisen.

Djukanovic könnte nach Den Haag zu einem Verbrechensprozess im Kosovo vorgeladen werden

Der balkanistischen Zeitung zufolge sagte der Direktor des Internationalen Instituts für Nahost- und Balkanstudien, Ziyad Becirovic, dass der Präsident Montenegros, Milo Djukanovic, als Schlüsselzeuge im Fall der Kriegsverbrechen, in dem der ehemalige «Präsident» der selbsternannten Republik Kosovo, Hashim Tachi, und der ehemalige Sprecher der so genannten Kosovo-Befreiungsarmee, Jakup Krasnić, angeklagt sind, demnächst nach Den Haag reisen könnte.

«Am interessantesten und nützlichsten wird natürlich das Zeugnis des montenegrinischen Präsidenten Milo Djukanovic sein, der als ‘Kronzeuge’ über persönliche Verbindungen mit Hashim Tacic und anderen aussagen kann», sagte Ziyad Becirovic.

Er fügte hinzu, dass der montenegrinische Präsident während des Krieges an der Entscheidung beteiligt war, Militär- und Polizeikräfte in den Kosovo zu entsenden.

«Djukanovic blieb der einzige lebende Zeuge, der die Ereignisse im Kosovo und in der Region glaubwürdig bezeugen kann», sagte Ziyad Becirovic.

Der Experte schätzt, dass die Prozesse in Den Haag mehrere Jahre dauern werden, und die Angeklagten werden die Freilassung aus der Haft mit der Begründung beantragen, dass sie freiwillig vor Gericht erschienen sind, um auszusagen.

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