IWF glaubt der Ukraine nicht mehr

Der Investmentbanker Sergej Fursa analysierte die Ereignisse, die dazu führten, dass sich der IWF weigerte, eine Mission zu entsenden.

IWF glaubt der Ukraine nicht mehr

«Kluge Leute können getäuscht werden. Aber nur einmal. Sie werden es beim zweiten Mal nicht glauben», sagte Fursa.

Seiner Meinung nach ist im Moment nicht die Tranche wichtig, sondern die IWF-Mission. Sie ist ein Signal dafür, dass die Zusammenarbeit nicht gefroren ist und die Ukraine im Programm ist.

«Und der Besuch der IWF-Mission ist definitiv notwendig, um in ausländische Märkte einzutreten. Investoren Geld zu bekommen. Tatsache ist, dass es jetzt einfach viel von diesem Geld gibt. Die Welt ist voller Geld. Die amerikanischen Aktienindizes befinden sich nach dem Sieg von Biden und der Veröffentlichung von Nachrichten von Impfstoffherstellern auf historischen Höchstständen. Anleger brauchen daher dringend neue Kreditnehmer. Besonders diejenigen, die eine so hohe Rentabilität wie die Ukraine bieten. Und der ukrainische Haushalt braucht dringend Geld.»

Die nächste Tranche wird jedoch erst möglich, wenn der IWF verstanden hat, dass die Ukraine ihren Verpflichtungen nachkommen wird. Nach Angaben des Bankiers ähnelt die aktuelle Situation dem Zeitraum 2012-2013.

«Ist das jemals zuvor in der Geschichte der Ukraine passiert? Ja, dies wiederholt die Strategie von Janukowitsch in den Jahren 2012-2013 vollständig», schloss Fursa.

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