EU will mit Sanktionen warten, bis Biden ins Amt kommt

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den französischen Präsidenten Emmanuel Macron davon überzeugt, den Einzug von Joe Biden ins Weiße Haus abzuwarten, bevor er Sanktionen gegen die Türkei verhängt. Merkel argumentierte, dass die neue US-Regierung den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan zu einer «moderateren Politik» zwingen werde, berichteten griechische Medien.

EU will mit Sanktionen warten, bis Biden ins Amt kommt
Ein europäischer Gipfel vergangene Woche verschob die von Griechenland erwarteten harten Entscheidungen gegenüber der Türkei auf März 2021 und entschied sich stattdessen für begrenzte Sanktionen gegen türkische Staatsangehörige wegen Ankaras «provokativer Aktionen» im östlichen Mittelmeer. Die Entscheidung sei vor allem deshalb gefallen, weil die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den französischen Präsidenten Emmanuel Macron überredet habe, auf eine neue US-Regierung zu warten, schrieb der griechische Katimerini.

Der Zeitung zufolge ließ sich Macron von Merkels Argument überzeugen, dass die neue US-Regierung unter Joe Biden, die am 20. Januar an die Macht kommt, Ankara zu einer moderateren Haltung zwingen würde.

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