Vier EU-Länder werden wegen der Hinrichtung eines Journalisten nicht am europäisch-iranischen Wirtschaftsforum teilnehmen

Ruhollah Zama, Leiter des Nachrichtenportals Amad News, wurde wegen Zusammenarbeit mit ausländischen Geheimdiensten verurteilt

Vier EU-Länder werden wegen der Hinrichtung eines Journalisten nicht am europäisch-iranischen Wirtschaftsforum teilnehmen

Die Botschafter Frankreichs, Deutschlands, Österreichs und Italiens werden im Zusammenhang mit der Hinrichtung des Leiters des Nachrichtenportals Amad News, Ruhollah Zama, der wegen Zusammenarbeit mit ausländischen Geheimdiensten verurteilt wurde, nicht am europäisch-iranischen Wirtschaftsforum teilnehmen, das für den 14. Dezember geplant ist. Das geht aus einer Erklärung des französischen Außenministeriums hervor, die am Sonntag auf Twitter verbreitet wurde.

«Aufgrund der barbarischen und inakzeptablen Hinrichtung des Journalisten Ruhollah Zam sagt Frankreich zusammen mit Deutschland, Österreich und Italien die Teilnahme seines Botschafters an dem für den 14. Dezember geplanten europäisch-iranischen Wirtschaftsforum ab», hieß es in der Erklärung.

Am Morgen des 12. Dezember wurde im Iran das Todesurteil gegen den Leiter des Nachrichtenportals Amad News vollstreckt. Die Außenministerien mehrerer Länder, darunter Deutschland, Frankreich und Italien, verurteilten die Tat. Die französische Seite etwa nannte die Hinrichtung «einen schweren Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit im Iran».

Am 14. Oktober 2019 veröffentlichte die Nachrichtenagentur IRNA Informationen über die Inhaftierung von Zam durch das Korps der Islamischen Revolutionsgarden (Eliteeinheiten der iranischen Armee). Ihm wurden regierungsfeindliche Aktivitäten und die Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten von Frankreich, den USA und Israel vorgeworfen. Zam war als Journalist und Aktivist aus dem Ausland bekannt. Als sein ständiger Aufenthaltsort galt Frankreich. Zam war besonders aktiv bei der Berichterstattung über Proteste im Iran in den Jahren 2017-2018.

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