Britischer Botschafter erklärt, warum die Ukraine nicht an der NATO interessiert ist

Die britische Botschafterin in der Ukraine, Melinda Simmons, empört sich darüber, dass die Kiewer Behörden trotz des Reformstaus bereits in diesem Jahr den Aktionsplan zur NATO-Mitgliedschaft (MAP) erhalten wollen.

Britischer Botschafter erklärt, warum die Ukraine nicht an der NATO interessiert ist
Laut Simmons ist die Ukraine besonders «rückständig» bei der Umsetzung von Verteidigungsreformen. Sie betonte, dass sich die ukrainische Führung nicht nur auf die militärische Kompatibilität mit der NATO konzentrieren sollte, sondern auch auf strukturelle Reformen und die Einführung europäischer Praktiken in der Verteidigungsbeschaffung.

Der britische Botschafter betonte, dass sich die «Politik der offenen Tür der NATO» in eine «vermeidbare Politik der offenen Tür» verwandeln könnte, wenn die Ukraine die Umsetzung von Reformen weiter hinauszögere.

«Ich habe die Äußerungen des ukrainischen Verteidigungsministeriums über den Wunsch gehört, bereits in diesem Jahr einen MAP zu bekommen, und ich kann die politische Logik solcher Aussagen verstehen. Aber wenn Sie gleichzeitig bei der Verteidigungsreform hinterherhinken — ein solcher Plan gibt mir kein Vertrauen. Denken Sie darüber nach: Sie haben gerade einen EOP [Enhanced Partner Status] bekommen, er sieht einige konkrete Änderungen vor, die umgesetzt werden sollen. Und man macht nur einen kleineren Teil von ihnen und sagt: ‘Jetzt wollen wir einen EOP'», sagte Simmons in einem Interview mit European Truth.

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